Es mehrt sich die Zahl der Studien, die die starke prophylaktische Wirkung von Vitamin D nachweisen. Klinische Studien haben auch gezeigt, dass auch bei bereits ausgebrochener Erkrankung die rasche Gabe der aktiven Form von Vitamin D die Notwendigkeit der Aufnahme in Intensivstationen drastisch reduzieren kann. Aber weder Politik noch Medizin greifen zu dieser Maßnahme, obwohl sie im höchsten Grade zuverlässig ist und fast keine Kosten verursacht.

Nach dem Aufruf von 120 Wissenschaftlern und Ärzten sofort auf Vitamin D zu setzen, haben sich nun auch italienische Ärzte mit einem Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Da die italienischen Institutionen auf den Appell immer noch nicht reagiert haben, hat sich die Gruppe entschlossen, verstärkt „von unten“ die Info zu verbreiten. Hier der Link zur italienischen Version , wobei in der Zwischenzeit viele Unterschriften hinzugekommen sind. Prof. Isaia hat auch eine Studie zum Thema Sonne und Vitamin D geschrieben.

Mir wurde auch eine deutsche Fassung zur Verfügung gestellt, die zum Download bereit steht. Im Folgenden einige wesentliche Zitate daraus, unter Weglassung der Quellen für bessere Lesbarkeit, die aber im Download zu finden sind:

Bis heute wurden auf PubMed im Jahr 2020 etwa 300 Arbeiten veröffentlicht, die sich mit dem Zusammenhang zwischen COVID-19 und Vitamin D beschäftigen, einige retrospektiv, andere in Form von Meta-Analysen, und die das Vorliegen einer Hypovitaminose D bei der Mehrzahl der COVID-19-Patienten, insbesondere bei denen mit schweren Verläufen bestätigen und eine damit verbundene höhere Sterblichkeit (OR 3,87) aufzeigen. All diese Daten bieten unserer Meinung nach interessante Elemente zum Nach- bzw. Umdenken einer Intervention, die für die in Italien weitgehend mit Vitamin D unterversorgte ältere Bevölkerung potenziell nützlich ist.


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Es wurde in der Tat weithin die Nützlichkeit der Verabreichung von Vitamin D (hauptsächlich Cholecalciferol) für COVID-19-Patienten bestätigt. Als Anregung haben wir einige Daten ausgewählt, die mit entsprechenden klinischen Studien gewonnen wurden und die unserer Meinung nach, trotz einiger methodischer Einschränkungen, wert sind, von den Gesundheitsbehörden beachtet zu werden, um die Verwendung von Vitamin D sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung von COVID-19-Patienten zu berücksichtigen.

  1. In einer 6-wöchigen Beobachtungsstudie mit 154 Patienten lag die Häufigkeit von Probanden mit D-Hypovitaminose (<20 ng/mL) bei 31,86 % der asymptomatischen Patienten und bei 96,82 % derjenigen, die anschließend auf die Intensivstation aufgenommen wurden.

  2. In einer randomisierten Studie mit 76 oligosymptomatischen Patienten war der Prozentsatz der mit hochdosiertem Calcifediol behandelten Patienten, die anschließend auf die Intensivstation eingeliefert werden mussten, 2 % (1/50) gegenüber 50 % (13/26) bei den unbehandelten Patienten.

  3. Eine retrospektive Studie mit über 190.000 Patienten fand eine signifikante Korrelation zwischen dem niedrigen Prozentsatz test-positiver Probanden und einem höherem 25-OH-VitD-Blutspiegel.

  4. Bei 77 älteren, wegen COVID-19 hospitalisierten Patienten, war die mithilfe der Kaplan-Meier-Kurve geschätzte Überlebenswahrscheinlichkeit signifikant korreliert mit der Verabreichung von Cholecalciferol, das im Vorjahr in einer Dosierung von 50.000 IU pro Monat, 80.000-100.000 IU für 2-3 Monate oder 80.000 IU zum Zeitpunkt der Diagnose gegeben worden war.

  5. Bei Sars-Cov2-PCR-positiven Patienten wurde ein signifikant niedrigerer Vitamin-D-Spiegel (p=0,004) als bei PCR-negativen Patienten gefunden (ein Umstand, der später durch andere Arbeiten im Hinblick auf eine schnellere virale Clearance und Genesung bei Personen mit höheren Blutspiegeln bestätigt wurde).

  6. In einer klinischen Studie mit 40 asymptomatischen bzw. symptomarmen Patienten, wurde eine Negativierung der Krankheit bei 62,5 % (10/16) der Patienten, die mit hohen Dosen von Cholecalciferol (60.000 IU/Tag für 7 Tage) behandelt wurden, im Vergleich zu 20,8 % (5/24) der Patienten in der Kontrollgruppe beobachtet. Bei den behandelten Patienten wurde auch eine signifikante Reduktion des Plasmafibrinogenspiegels festgestellt.

Basierend auf den Ergebnissen dieser und anderer Studien kommen wir zu folgenden Überlegungen:

  1. Obwohl weitere kontrollierte Studien erforderlich sind, scheint Vitamin D insbesondere bei älteren, gebrechlichen und institutionalisierten Personen wirksamer zu sein bei COVID-19 (sowohl für die Rate der Negativierung als auch für die gutartige Entwicklung der Krankheit im Falle einer Infektion), wenn es zur Prävention verabreicht wird.

  2. Der minimale optimale Plasmazielwert von 25(OH)D, der in der PRÄVENTIVEN Anwendung erreicht werden sollte, liegt bei 40 ng/ml um diesen zu erreichen sind, auch in Abhängigkeit vom Basalwert des Patienten, hohe Cholecalciferol-Dosen von bis zu 4000 IU pro Tag notwendig.

  3. In der THERAPEUTISCHEN Anwendung zeigen randomisierte Studien die Nützlichkeit einer einzelnen Bolusgabe von 80.000 IU Cholecalciferol, von Calcifediol (0,532 mg an Tag 1, 0,266 mg an Tag 3, Tag 7 und danach einmal pro Woche), oder 60000 IU Cholecalciferol für 7 aufeinanderfolgende Tage, mit dem Ziel, 50 ng/ml 25(OH)D zu erreichen .

Trotz dieser und anderer Daten wird der Einsatz von Vitamin D in der Prävention und Therapie von COVID-19 nicht berücksichtigt, mit der Begründung des Fehlens ausreichender wissenschaftlicher Beweise, die aber, im Unterschied zu anderen Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln, in den neuesten Arbeiten nach und nach zum Vorschein kommen. In Großbritannien hingegen, und davor schon in Schottland, wurde mit einer Regierungsvorschrift kürzlich die Vitamin-D-Supplementierung für 2,7 Millionen Personen mit COVID-19-Risiko (ältere Menschen, die schwarze Bevölkerung und Bewohner von Altersheimen) beschlossen, in einem Vorgehen, das im Unterhaus als „low-cost, zero-risk, potentially highly effective action“ beschrieben wurde.“

Soweit die Auszüge aus dem Paper, das hier heruntergeladen werden kann.

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