NÖ Wirtschaftspressedienst Nr. 1.646 vom 09.07.2021

Diesmal aus Müllers Büro:

o Verkehrsmisere im Marchfeld treibt die Wirtschaft auf die Barrikaden

o Trotz Corona boomen Firmengründungen in den NÖ Wirtschaftsparks

o Großgöttfritz glänzt wieder mit der höchsten Bonität in Niederösterreich

o Niederösterreichs Markthandel meldet Licht am Ende des Tunnels

o Waldviertler Leyrer + Graf schraubt den Umsatz weiter nach oben

o Wachauer Marillen sind ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor

o Unternehmerin aus Königstetten rettet Schafwolle vor dem Wegwerfen

o Stockerauer Sonnenschutz-Firma punktet mit konkurrenzlosem Schauraum

o Wiener Neustädter Vario-Bau wächst beim Umsatz und der Beschäftigtenzahl

o Auf patentierten Bio-Tierkissen liegen Hunde und Katzen gern

 

Verkehrsmisere im Marchfeld treibt die Wirtschaft auf die Barrikaden

Der von Verkehrsministerin Leonore Gewessler verhängte Stopp für den Weiterbau der Wiener Außenring-Schnellstraße S1 sorgt bei vielen Unternehmern, Pendlern und Bewohnern im Marchfeld für gehörigen Ärger. „Für die ganze Region ist das ein schwerer Rückschlag“, stellt Andreas Hager, Obmann der Bezirksstelle Gänserndorf in der NÖ Wirtschaftskammer, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. Ohne eine weitere Donauquerung – Stichwort: Wiener Lobau-Tunnel – sowie die Errichtung der fix und fertig geplanten Marchfeld-Schnellstraße S8 sei der von starkem Zuzug geprägte Bezirk in seiner weiteren Entwicklung massiv behindert.

Der Bau der projektierten Marchfeld-Schnellstraße S8 sei für den Bezirk Gänserndorf schon deshalb erforderlich, weil sich damit auch das Pendlerproblem eindämmen ließe. Überproportional viele Menschen aus dem stark wachsenden Raum müssten zur Arbeit nach Wien fahren, „weil wir bei uns zu wenig Betriebe haben. Neue Betriebe siedeln sich aber nur entlang von Hochleistungsstraßen an“, stellt Hager fest. Beim Ausbau der Infrastruktur sei der Bezirk Gänserndorf Österreichs „vergessenes Eck“, seit Jahren werde die Region vernachlässigt, bemängelt der Sprecher der Wirtschaftstreibenden.

Die fertig gebauten Schnellstraßen S1 und S8 würden auch den Anrainern die dringend erforderliche Entlastung verschaffen. Denn zu bestimmten Tageszeiten werden die Straßen durch Aderklaa, Raasdorf, Deutsch-Wagram und Strasshof vom Durchzugsverkehr regelrecht geflutet. Bis zu 35.000 Fahrzeuge, darunter 6.000 Lkw, rollen täglich über die B8 zwischen dem Knoten Süßenbrunn und der Bezirkshauptstadt Gänserndorf. Auch die 900-Einwohner-Gemeinde Markgrafneusiedl wird jeden Tag von rund 15.000 Autos durchfahren. (mm)

http://wko.at/noe/gaenserndorf

Trotz Corona boomen Firmengründungen in den NÖ Wirtschaftsparks

Obwohl das erste Halbjahr 2021 noch stark von der Corona-Pandemie geprägt war, besteht an Betriebsansiedlungen in den 18 Wirtschaftsparks der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ecoplus weiter großes Interesse. Heuer hat es zwischen Anfang Jänner und Ende Juni 57 Ansiedlungen und Standorterweiterungen gegeben. Im ersten Halbjahr 2019 sind es 63 gewesen.

Zusätzlich zu den neu angesiedelten Unternehmen in den ecoplus-Wirtschaftsparks sind heuer im ersten Halbjahr mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Das waren um rund 200 oder ein Viertel mehr als im Vergleichszeitraum 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise. Für das Gesamtjahr 2021 lassen die bisher erreichten Zahlen wieder eine sehr gute Bilanz erkennen, zumal „wir sowohl für heuer als auch für 2022 ein außerordentlich kräftiges Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent in Niederösterreich erwarten“, erklärt Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger.

Beispiele erfolgreicher Betriebsansiedlungen im ersten Halbjahr 2021 waren u.a. die Vitana Salat- und Frischeservice GmbH, die in Guntramsdorf ihr neues Headquarter für 115 Beschäftigte errichtet, der Spatenstich für den neuen Biotech Park der SAN-Gruppe in Herzogenburg, wo 200 neue Arbeitsplätze entstehen, sowie die Ansiedlung der Bilfinger Bohr- und Rohrtechnik GmbH mit 150 Mitarbeitern in Wolkersdorf. In allen 18 Wirtschaftsparks sind auf einer Gesamtfläche von mehr als 1.000 Hektar rund 1.100 nationale und internationale Firmen mit knapp 23.600 Beschäftigten angesiedelt. (mm)

www.ecoplus.at

Großgöttfritz glänzt wieder mit der höchsten Bonität in Niederösterreich

So wie schon im Vorjahr wird auch heuer wieder Großgöttfritz im Bezirk Zwettl unter allen 573 niederösterreichischen Gemeinden die höchste Bonität zuerkannt, im bundesweiten Vergleich der Kommunen ist sie die viertbeste. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ), die das Gemeindemagazin „public“ in Auftrag gegeben hat und deren Einzelheiten dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegen.

Untersucht wurden alle österreichischen Gemeinden in Bezug auf ihre Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldung und finanzielle Leistungsfähigkeit. Die von jeder Kommune gesammelten Kennzahlen hat das KDZ in einen Bonitätsindex nach dem Schulnotensystem einfließen lassen, der eine Rangreihung möglich macht.

Demnach erreicht Großgöttfritz einen Bonitätswert von 1,10. Das sind nur 0,04 Indexpunkte mehr, als der Sieger des bundesweiten Gemeinde-Rankings Sattledt in Oberösterreich erzielt hat. Die im Traunviertel gelegene Kommune hat mit dem Bonitätswert von 1,06 am besten abgeschnitten.

Unter den Top-30 aus ganz Österreich platzieren konnten sich aus Niederösterreich auch noch die Gemeinden Gresten im Bezirk Scheibbs (Rang 5), Matzendorf-Hölles im Bezirk Wiener Neustadt-Land (Rang 7) Hausleiten im Bezirk Korneuburg (Rang 11), Göttlesbrunn-Arbesthal im Bezirk Bruck/Leitha (Rang 20), sowie Jaidhof im Bezirk Krems-Land (Rang 26). (mm)

www.kdz.eu

www.gemeindemagazin.at

Niederösterreichs Markthandel meldet Licht am Ende des Tunnels

„Ab 28. Juli dürfen aus heutiger Sicht jene Märkte wieder abgehalten werden, an denen auch die Gastronomie teilnehmen kann. Ab diesem Zeitpunkt sind auch Schausteller wieder möglich“, teilt Gerhard Lackstätter, Obmann des Markthandels in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Noch lange nicht gesichert hingegen ist, dass es tatsächlich weitreichende Marktöffnungen geben wird. „Ob die Märkte abgehalten werden, hängt von den einzelnen Gemeinden ab. Wir wissen beispielsweise, dass in Kärnten sämtliche Großmärkte nicht stattfinden werden“, so Lackstätter, der in der Wirtschaftskammer Österreich auch für den gesamten österreichischen Markthandel spricht. Dieser hat insgesamt 3.600 Mitglieder, 700 davon in Niederösterreich.

In Niederösterreich sei die Situation zwar etwas besser, allerdings könne auch er nur wenige Orte nennen, die konkrete Pläne für die Abhaltung ihrer Märkte haben, sagt Lackstätter. Insbesondere hebt er den Kollmitzberger Kirtag hervor, der fix geplant ist und Ende September über mehrere Tage über die Bühne gehen soll. Auch der Mittelaltermarkt in Maria Enzersdorf Ende August sei schon in Vorbereitung, ebenso das Fest der Schutzheiligen am 15. August in Maria Schutz. Dem Obmann geht es dabei um jene Märkte, die nur selten stattfinden, denn diese seien regelmäßig Einschränkungen unterworfen. Wöchentlich stattfindende Märkte sind stets erlaubt gewesen.

Telegram Presseteam Austria

Vieles ist jedenfalls nicht wirklich sicher. „Die Freiheit der Marktöffnungen hat ein Ablaufdatum mit 31. August 2021. Ab dann gilt wieder eine neue Verordnung“, so Lackstätter. „Im August werden sich hoffentlich so manche Sportvereine oder Feuerwehren dazu entscheiden, ihre Feste durchzuführen. Danach ist vieles wieder unklar. Einige Kollegen und Kolleginnen werden wegen dieser unsicheren Situation und der nicht möglichen Planbarkeit diese Durststrecke wirtschaftlich nicht überleben. Die letzte Saison ist aufgrund des Umsatzersatzes am Ende doch bewältigbar gewesen. In der Regel finden die meisten Märkte zwischen Mitte Juni und Leopoldi am 15. November statt, heuer starten wir zwar verspätet, aber ein guter Herbst kann das durchaus noch aufholen.“

Wer auch in Zukunft im Markthandel bestehen will, muss aus Sicht von Gerhard Lackstätter weitere Vertriebsschienen aufbauen: „Mein Betrieb beispielsweise hat auch zwei fixe stationäre Standorte. Deshalb geht es meinem Unternehmen gut. Das gilt auch für andere Kollegen und Kolleginnen aus der Branche, die über den reinen Markthandel hinausgehende Vertriebsmöglichkeiten haben.“ (jm)

www.dermarkthandel.at/noe

www.geschirrshop.com

Waldviertler Leyrer + Graf schraubt den Umsatz weiter nach oben

Auch in dem von der Corona-Pandemie gebeutelten Geschäftsjahr 2020 ist Niederösterreichs größtes Bauunternehmen, die Waldviertler Firma Leyrer + Graf, auf Wachstumskurs geblieben. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst Angaben des Branchenmagazins „Solid“ entnimmt, hat der Industriebetrieb, der seine Aktivitäten von der Zentrale in Gmünd steuert, im Vorjahr einen Umsatz von 427 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren um 17 Millionen Euro oder 4,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019.

Kernbereiche der Produktion von Leyrer + Graf sind der Hoch- und Tiefbau, die Holztechnik sowie die Asphalt- und Betonerzeugung. Das Waldviertler Industrieunternehmen, das zu 100 Prozent im Familienbesitz ist, bietet Leistungen als Bau- und Zimmermeister sowie in der Herstellung von Baustoffen und in der Elektrotechnik an.

Ausgehend vom zentralen Firmensitz in Gmünd betreibt Leyrer + Graf 17 Standorte in Österreich und Tschechien. Darunter sind ein Schotterwerk und eine Heißmischanlage in Schrems, Asphaltwerke in Lassee, Seibersdorf und Sierning sowie Betonwerke der tschechischen Tochtergesellschaft Vidox. Leyer + Graf beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter. (mm)

www.leyrer-graf.at

Wachauer Marillen sind ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor

Ihrer großen Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Landwirtschaft, Gastronomie und den Tourismus wird die Marille auch heuer wieder gerecht werden. In der Wachau, dem bekanntesten Anbaugebiet, rechnet man in dieser Saison mit einer mengenmäßig leicht unterdurchschnittlichen, dafür aber qualitativ hervorragenden Ernte. „Wir erwarten zwischen zwei und 2,5 Millionen Kilogramm“, teilt Franz Reisinger, Obmann des fast 220 Mitgliedsbetriebe umfassenden Vereins „Wachauer Marille“, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

„Die Nachfrage ist unglaublich groß, sogar aus Südtirol und Hamburg rufen die Käufer bei uns an“, berichtet Reisinger. Zwei Drittel der Marillenmenge erwerben die Kunden direkt bei den Obstbauern zwischen Melk und Krems, ein Drittel der Früchte wird zu Destillaten und Likören, Marmeladen und Marillennektar verarbeitet. In der Wachau wachsen auf 350 Hektar geschätzte 100.000 Marillenbäume.

Schon 1995 hatte die Europäische Union der Wachauer Marille wegen ihres einzigartigen Geschmacks eine geschützte Ursprungsbezeichnung bewilligt. Auch der Verein „Wachauer Marille“ will die Unverwechselbarkeit des Edelobsts kommunizieren: Seit 2004 kennzeichnen die Mitgliedsbetriebe die Früchte mit einem eigenen Markenzeichen – dem für die Region typischen Pflückkorb, versehen mit dem Schriftzug „Original Wachauer Marille“.

Große wirtschaftliche Bedeutung hat die Marille auch in ihren zu den verschiedensten Speisen und Getränken weiterverarbeiteten Formen und damit für die Gastronomie und den Tourismus insgesamt. Die Wachauer Mitgliedsbetriebe der Vereinigung „Niederösterreichische Wirtshauskultur“ – eine Qualitätsgemeinschaft von Restaurants und Gasthöfen – präsentieren daher auch heuer wieder einen besonderen saisonalen Schwerpunkt mit allen erdenklichen Zubereitungsformen der ursprünglich aus China stammenden Früchte: Auf den Speisekarten der Lokale finden sich dann kulinarische Köstlichkeiten, wie Marillenknödel, Strudel, Kuchen, Marmeladen, Liköre und Marillenbrand. (mm)

www.wachauermarille.at

www.wirtshauskultur.at

Unternehmerin aus Königstetten rettet Schafwolle vor dem Wegwerfen

Auf die Verwertung heimischer Bio-Schafwolle konzentriert sich die Einpersonenunternehmerin Christina Hemma Brandstetter-Bozic mit ihrer Firma strick-mir-was.at e.U. in Königstetten, Bezirk Tulln, und deren Marke „BIOWOL“. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, sei es ihr ein großes Anliegen, heimische Bio-Schurwolle zu verwerten und zu vermarkten. Diese Geschäftsidee ist dem riz up GENIUS Ideen + Gründer Preis 2021 in der Kategorie Geniale UnternehmerInnen eine Nominierung wert gewesen.

„In Österreich wird viel zu oft Schafwolle in bester Bioqualität einfach weggeworfen, weil es sich für den Schafbauern nicht mehr rechnet, sie zu verkaufen. So muss dann ein einmaliges Naturprodukt teilweise verrotten. Dem wollte ich Abhilfe schaffen und habe die Marke „BIOWOL“ geschaffen“, erklärt Brandstetter-Bozic. Da sich die Menschen in der Zeit der Corona-Krise wieder mehr auf Regionalität besonnen haben, haben die „BIOWOL“-Produkte einen wahren Boom erfahren.

Die Unternehmerin bezieht ihre Merinowolle aus ganz Österreich aus kontrollierter Tierhaltung, da ihr nicht nur die Wollverwertung ein Anliegen ist, sondern auch das Tierwohl. Diese Merinowolle wird dann von österreichischen Partnerbetrieben zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet. Im Angebot sind Heilwolle, Füllmaterial, Garne und Vliese sowie Düngerpellets für den Garten.

Der Verkauf findet entweder über den eigenen Online-Shop oder über Partnerhändler statt. Die Exportquote beträgt etwa 30 Prozent und geht nach Deutschland und Ungarn. Über strick-mir-was.at werden Bio-/Öko-Wolle sowie Garne ohne tierische Fasern, ebenfalls in einem Online-Shop, verkauft. Das Angebot rundet Handarbeitszubehör ab. (hm)

www.biowol.at

www.strick-mir-was.at

Stockerauer Sonnenschutz-Firma punktet mit konkurrenzlosem Schauraum

Dem Trend zum optimalen Sonnenschutz folgend hat die Firma Sonnenschutz & Fenster Reitermayer-Waltner GmbH im Vorjahr 50.000 Euro in einen neuen Schauraum in Stockerau investiert. Damit können ihre Kunden das komplette Produktsortiment des Unternehmens auf 150 Quadratmeter besichtigen und begutachten. „Nach dieser Investition ist der Umsatz von 4,7 auf 6,2 Millionen Euro deutlich gestiegen“, berichtet Firmenchef Elmar Waltner dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Dazu beigetragen habe freilich, dass viele seiner Branchenkollegen einen solchen Schauraum nicht haben.

Mit seinen 27 Beschäftigten bietet der seit 1984 bestehende Familienbetrieb eine große Auswahl von Qualitätsprodukten an, die für ein angenehmes Klima sorgen. Als starken Trend, der sich auf die Umsatzsteigerung mit bis zu 30 Prozent auswirkt, nennt Elmar Waltner die Vorliebe zum Outdoor Living. Besonders gefragt seien Terrassenbeschattungen, wie Lamellendächer, Pergola-Markisen sowie Außenjalousien. Zu diesen Themen will der Unternehmer noch weitere Schauräume einrichten. „So können wir dem Kunden das Angebot der diversen Herstellern anschaulich machen“, betont er.

Um diesen Erfolg zu festigen und auszubauen, will die Geschäftsleitung in eine neue Firmenzentrale investieren und zwei Filialen im Süden und im Westen des Landes errichten. Weil dazu auch das passende Personal erforderlich ist, soll das Wachstum nach Aussage von Elmar Waltner kontrolliert vor sich gehen. „Zusätzlich zu unseren 27 Mitarbeitern“, sagt er, „sind wir noch immer auf der Suche nach motivierten Neulingen. Künftig wollen wir an unserem Hauptstandort auch Lehrlinge ausbilden, um ein interessanter regionaler Arbeitgeber zu bleiben.“ (km)

www.reitermayer.at

Wiener Neustädter Vario-Bau wächst beim Umsatz und der Beschäftigtenzahl

Der Wiener Neustädter Fertighaushersteller Vario-Bau ist im letzten Geschäftsjahr wieder kräftig gewachsen. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der vorliegenden Firmenbilanz entnimmt, sind die Erlöse der Vario-Bau Fertighaus GmbH 2020 um 5,7 Millionen Euro oder 15,4 Prozent auf 42,8 Millionen Euro gestiegen. Auch der Personalstand des Unternehmens ist im Vorjahr um 5,8 Prozent von 104 auf 110 geklettert.

Unter der ersten Marke Vario-Haus produziert und vertreibt die Vario-Bau Fertighaus GmbH Einfamilienhäuser in Niedrigenergie- sowie Passivhäuser in Holzrahmenbauweise. Unter der zweiten Marke Vario-Bau entwickelt und fertigt der Industriebetrieb Reihenhausanlagen, Bürogebäude, Kindergärten, Objekte anderer Bauträger sowie kommunale Gebäude. Der Fertighaushersteller unterhält Tochterunternehmen in Italien und in der Schweiz. Darüber hinaus gibt es Vertriebspartner in Deutschland, Tschechien und Ungarn. (mm)

www.variobau.at

Auf patentierten Bio-Tierkissen liegen Hunde und Katzen gern

Patentierte Kissen für Haustiere fertigt die Start-up- und Einpersonenunternehmerin Belinda Schopper mit ihrer Firma „Amigo Naturprodukt“ in Unterhautzental, Bezirk Korneuburg, an. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, wende sie mit den Materialien Jute und Schafwolle das Upcycling an, das Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umwandle. Diese Geschäftsidee ist zum riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Idea/Start-Up nominiert gewesen.

„Ich verwende Kaffeesäcke, die eigentlich nur dazu da sind, die Bohnen in die Röstereien zu bringen und dann weggeworfen werden. Dabei handelt es sich um das wunderbare Naturmaterial Jute, das ein weiteres Leben wirklich verdient hat“, erklärt Schopper. Die Füllung ihrer Kissen erfolgt mit Wolle von Bergschafen aus Osttirol.

Die Größe der Kissen ergibt sich aus den Kaffeesäcken, die zur Verfügung stehen. Jedes Kissen ist ein Unikat, das auf Auftrag gefertigt wird. Sonderwünsche erfüllt Belinda Schopper gern. Ein Kissen kostet ab 79 Euro. Das Produkt besteht aus einem Unterkissen mit der Schafwollfüllung und einem Überzug sowie noch einem zweiten.

Laut Schopper ist das Kissen durch seine Bio-Qualität sehr pflegeleicht und reinigt sich mit der Jute und Schafwolle fast von selber. In der Regel reicht es, wenn man die Kissen abbürstet, ausklopft und auslüftet. Von den Tieren – derzeit Hunde und Katzen – werden diese Kissen sehr gut angenommen. Wichtig ist der Unternehmerin auch, dass ihre Kissen vollständig, also auch mit Etikett, kompostierbar sind und so Abfall vermieden wird.

Die Kissen können über die Homepage bestellt oder über Vertriebspartner erworben werden. Die Exportquote beträgt derzeit etwa zehn Prozent. Exportiert wird in die Schweiz, nach Deutschland und Luxemburg. Weitere Exportländer sind im Stadium der Vorbereitung. (hm)

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