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Im Gespräch mit  Georg Holzer

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Im Gespräch mit Georg Holzer

“Es besteht die große Gefahr der Vereinsamung in einer rein virtuellen Welt“, sagt einer, der es wissen muss.

„Allerdings“, so der New-Media-Profi und Journalist Georg Holzer, „hat das Internet die sozialen Kontakte ungemein bereichert“.
 


„Ich habe mich schon als kleiner Bub für Computer interessiert, die sind heute natürlich uralt“, erzählt der 1973 in Klagenfurt geborene Georg Holzer. Sein Weg zum Journalismus passierte relativ schnell: Nach der HAK und dem Studium der Betriebswirtschaftlehre hatte er sich „ziemlich pleite in Schweden herumgetrieben“. Nach seiner Heimkehr nahm er sich ein Herz und sprach im Jahre 2000 den Wirtschaftschef der „Kleine Zeitung“, Adi Winkler, an: „Ich heiße Georg Holzer, kann deutsch und suche einen Job.“



Er bekam ihn – und startete sogleich voll durch. „Die Zeitung schreibt zwar für jedermann, aber nicht für jedermanns Inhalte“, postulierte Holzer. Politik, Wirtschaft, Kultur und Tourismus seien zwar gut aufgestellt, nicht aber die „Technik“, die „Teil unseres Lebens“ sei. „Das ist die Wirtschaft von heute“, betonte Holzer, und man gab ihm in seiner Zeitung recht. Heute ist Georg Holzer in Kärnten der anerkannte Experte für die so genannten „Neuen Medien“.


Georg, Du warst der erste  Kärntner Journalist mit Laptop bei Pressekonferenzen.
Die Zeiten haben sich nun einmal geändert. Damals bin ich von den Kollegen bestaunt und wohl auch zum Teil belächelt worden, heute ist es ganz normal, keinen Kugelschreiber mehr zu verwenden.


Du warst 20, als das Internet in Österreich einen Einzug gehalten hat, und jetzt?
Die Geschwindigkeit und Effektivität, mit der sich dieses Medium weltweit verbreitet hat, haben wohl die kühnsten Optimisten nicht vorhergesehen. Es ist heute, nach nur wenigen Jahren, unvorstellbar, was sich in der weltweiten Kommunikation getan hat. Und es wird sich noch einiges tun.


Inwiefern?
Die Welt wird offener, transparenter werden. Heute kann jeder die EU-Förderungen, die sein Nachbar erhält, im Internet nachlesen, in Großbritannien müssen die Abgeordneten ihre Spesen virtuell offenlegen. Das finde ich gut. Das Internet wird dazu beitragen, eine neue politische Kultur zu schaffen, nämlich eine der Offenheit gegenüber den Bürgern.


Droht da nicht die gläserne Welt, der „Big Brother“?
Das haben wir sowieso, nur wissen die Menschen nichts davon. Es gibt heute kaum jemanden, der nicht x-mal pro Tag von offiziellen, halb offiziellen oder privaten Videokameras gefilmt wird, dessen Lebensgeschichte in Polizeidateien existiert oder der von irgendwelchen missgünstigen Menschen vernadert wird. Im Net ist das wenigstens „offiziell“ und kann von jedermann eingesehen werden. Auch gibt es hier strikte Regeln, die für jedermann gelten.


Aber doch der „gläserne Mensch“?
Ja, keine Frage. Aber hier gibt es bereits intensive Bestrebungen nach einer einheitlichen Regelung, sprich Gesetzgebung. In Europa wird das zu schaffen sein, doch weltweit mittelfristig wohl kaum.


Und trotzdem bist Du ein Verfechter des Neuen?
Aber ja. Als Journalist kann ich jetzt nicht nur die Leser meiner eigenen Zeitung ansprechen, sondern weltweit hunderttausende, wenn nicht Millionen von Menschen. Und was besonders faszinierend ist: Du bekommt sofort Reaktionen, du wirst also blitzschnell an deiner Aussage beziehungsweise Meinung gemessen und zu einer Antwort aufgefordert. Früher waren die Meldungen einer Zeitung sakrosankt, dann gab es die Leserbriefe, und heute die direkte Konfrontation zwischen dem Kommunikator, sprich Schreiber, und dem Rezipienten, sprich dem Leser.


Internet for ever?
Nein, die gedruckte Zeitung wird weiter bestehen. Die Menschen wollen etwas „in der Hand haben“ und ganz in Ruhe darin blättern – bei einem Kaffee. Aber die Zukunft gehört sicher dem Internet, das wissen auch die Medien von heute. Du findest inzwischen jede Zeitung online, und die Homepages werden immer professioneller gemacht.


Liest das die Jugend?
Nicht automatisch. Die Jugend sucht nach bestimmten Inhalten, und die findet sie im Internet. Früher musste man im Duden oder Brockhaus nachschauen, wenn man etwas Spezifisches wissen wollte. Aber wer hatte schon die richtigen Nachschlagewerke zu Hause? Damals galten auch die Antworten bei diversen Radioquiz-Sendungen etwas, heute brauchst du nur einen schnellen Partner am Laptop.


Siehst Du eigene Internet-Zeitungen?
Aber ja! Die Zeit ist reif für eine neue Tageszeitung, und zwar nur im Net. Da gibt es hundertfache Möglichkeiten: ein „Time“-Magazin für den deutschsprachigen Raum, ein Blatt für „Gier und Glimmer“ bis hin zur „Lustigen Katzen- und Hundezeitung“. Das alles wird ein Bombenerfolg.


Und warum machst du das nicht selbst?
Ich bin noch nicht ganz soweit. Derzeit arbeite ich – im Einklang mit meinem Job bei der „Kleine Zeitung“ an ………….


Jemand sagte, in seiner Jugend habe er noch echte Freunde gehabt, nicht Facebook?
Ja, da besteht zweifellos die Gefahr einer Vereinsamung in einer virtuellen Welt. Du hast heute zwar mehr, aber wohl viel weniger wirkliche „Freunde“. Dazu kommt eine gewisse Verklemmtheit – bist du in der Öffentlichkeit, wirst du viel weniger Menschen direkt ansprechen als es deine Eltern ohne Facebook getan haben (siehe Interview Otto Retzer).
Allerdings bietet das Internet allen Menschen, gleich welcher Gesinnung und innerlicher Einstellung, die Chance zu kommunizieren.


Bist Du noch ein „echter Journalist“?
Danke für diese Frage. Ja! Ein Journalist sollte Neugierde, Mitteilungskraft und Sinn für Gerechtigkeit in sich vereinen. ‚Ich glaube weder an den lieben Gott noch an den Bundeskanzler“ sollte die Devise lauten – aber unter der Prämisse, nachzufragen. Leider werden heute 90 Prozent der Nachrichten in die Welt gesetzt, ohne die andere, die  attackierte Seite, befragt zu haben. Das ist schändlich. Mir fehlt die ‚Ethik im Journalismus“. Und das hat mit den so genannten „neuen Medien“ nichts zu tun, es ist leider in fast allem Printmedien der Fall.


Könnte hier das Internet positiv entgegenwirken?
Ja, unbedingt. Hier gibt es Kontrolle und Gegenkontrolle, und zwar blitzschnell. Alles ist offener. Wenn Du heute in einer Zeitung attackierst oder sogar beleidigt wirst, hast du keine Chance auf Rehabilitierung. Im Internet geht das ganz schnell.


Liebst Du das „Netz“?
Ja, ich bin ein Junkie! Ich bin süchtig und war in den vergangenen fünf Jahren höchstens zwei Mal offline. Ich nütze und liebe das Netz in all seinen Aspekten: mit Freuden zusammen zu sein, soziale Kontakte zu knüpfen und diese dann auch zu pflegen, Menschen problem- und friktionsfrei zu helfen und vor allem: alles sagen zu können!


Und allgemein, was ist das Net für die Menschen?
Durch das Internet haben alle die gleichen Chancen – die Welt ist eine große Spielwiese.



Gespräch vom 15.09.2010

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Arno Wiedergut Fotografiert von: Klaus Ingomar Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Markus Malle

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Im Gespräch mit Markus Malle

„Man muss nicht groß sein,
um Großes leisten zu können!“


Mit viel Eigenironie und Ehrlichkeit berichtet Mag. Markus Malle über den Menschen, der hinter dem Posten des Direktors des Wirtschaftsbundes steckt.
 


Mag. Markus Malle absolvierte die Handelsakademie in Klagenfurt und begann dann ein BWL Studium. Nach diversen beruflichen Tätigkeiten gründete er 2002 sein eigenes Unternehmen MPS consult. Seit 2007 ist er Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einem guten Frühstück, einer Tageszeitung und dem Lächeln einer schönen Frau.

Am besten entspannen kann ich mich beim Sport

Das schönste an meinem Beruf ist die Möglichkeit selbst gestalten zu können. Das bedeutet mit dem Chef Ziele zu definieren, aber frei zu sein, in der Umsetzung.

Am besten erhole ich mich mit einem Buch und einem Cocktail.

Lebensmotto: Erfolgreich ist, wer umsetzt.


Wie sind Sie in die Interessenvertretung gekommen?
Malle: Wenn ich an meine Anfänge zurückdenke, so war ich immer schon motiviert etwas für andere zu tun. In der Schule war ich der erste Schulsprecher, der durch eine Direktwahl gewählt wurde. Später wurde ich Landesschulsprecher und stellvertretender Bundesschulsprecher. Somit war ich von klein weg – naja, klein bin ich ja immer noch – also von meiner Jugend an, in der Interessenvertretung tätig.


Wie sahen Ihre beruflichen Anfänge aus?
Malle: Nach meiner Hak-Matura begann ich das BWL-Studium in Klagenfurt. Auch im Studium lag mein Interesse in der Studienvertretung. Diese Linie verfolgte ich weiter, bis ich zum Fakultätsvorsitzenden der BWL und Informatik wurde. Als ich Vater wurde, wurde mir auch klar, dass ich nun die Verantwortung für eine kleine Familie trug und somit gewann auch das Geld verdienen an Priorität. Ich wurde dann ein Jahr lang Organisationsleiter eines Universitätsprojektes. Es galt einen Kongress zu organisieren, bei dem Softwareprogramme, die im akademischen Umfeld in ganz Europa produziert wurden zur Begutachtung standen. Danach war ich sechs Jahre lang Angestellter bei der Styria Medien AG, wo ich Carinthia-online mit aufbauen durfte. Diese Zeit im Medienbusiness erfuhr ich als sehr lehrreich und spannend. 2002 wechselte ich dann in die Unternehmensberatung. Zusammen mit zwei Kollegen gründete ich das Unternehmen MPS consult, mit den Schwerpunkten, Technologie und Marketing.


Wie sind Sie vom selbstständigen Unternehmensberater zum Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten geworden?

Malle: Interessensvertretung blieb auch während meiner Selbstständigkeit ein Thema. Ich engagierte mich in der Jungen Wirtschaft und wurde zum Landesvorsitzenden gewählt. Mit meinem dortigen Einsatz fiel ich Franz Pacher auf, der mir die Direktorenstelle beim Wirtschaftsbund anbot. Die Entscheidung mein Unternehmen zu verlassen, fiel mir nicht leicht, da es gerade begann richtig ins Laufen zu kommen. Seit 2007 bin ich nun Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Welche Erfolge konnten Sie in Ihrer Position bereits erzielen?
Malle: Bei den letzten Wirtschaftskammerwahlen konnte mein Team einen Zuwachs von über 8 % verzeichnen. Es war eine spannende Situation für mich, da wir eine andere Form des Wahlkampfes wählten. Wir entschlossen uns auf Plakatwerbung gänzlich zu verzichten und mehr den persönlichen Kontakt zu suchen. Dieser Wahlkampf war für alle deshalb so interessant, weil sich jeder fragte, „was macht der Malle“. Ich bin sehr zufrieden, dass das Konzept und die Arbeit meines Teams so erfolgreich waren.


Wie schwierig war es mit 23 Jahren bereits Vater zu werden?
Malle: Das war ein Einschnitt in meinem Leben, den ich auf keinen Fall missen möchte. Da ich studierte und mir deshalb meine Zeit gut einteilen konnte, blieb ich das erste halbe Jahr bei meinem Sohn zu Hause. Dieser Tatsache verdanke ich es, dass sich dadurch natürlich ein ganz intensives Verhältnis entwickelte. Ein zusätzlicher positiver Effekt war, dass ich durch mein Kind den vielleicht nötigen Ansporn bekam, das Studium schneller zu einem Abschluss zu bringen.


Wie wichtig ist es für Sie eine fundierte Ausbildung genossen zu haben, um beruflich erfolgreich zu sein?
Malle: Das wichtigste ist es meiner Meinung nach, intrinsisch motiviert zu sein. Das bedeutet, sich darüber klar zu werden, was man will und sich dahingehend seine Ziele zu stecken. Studieren ist nicht alles. Viele Leute machen einen tollen Job, auch ohne studiert zu haben. Wir befinden uns in einer Zeit, in der eine gute Ausbildung in vielen Bereichen vorausgesetzt wird, da auch die Anforderungen größer werden. Der Vorteil einer theoretischen Ausbildung liegt darin, dass man Fehler gesagt bekommt, die man in der Praxis sonst erst machen muss. Bildung und Weiterbildung erweitern auch den Horizont, man verharrt somit nicht auf seinem Wissensstand. Ein weiterer Punkt der zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt, ist die Möglichkeit Fehler zu machen.


Wie wurde das Thema Bildung in ihrem Elternhaus gehandhabt?
Malle: Ich stamme aus einer Lehrerfamilie und somit war Bildung immer ein Thema. Als sehr positiv empfand ich den Umgang meiner Eltern mit dem Thema Lernen. Ich wurde nicht zum Lernen, sondern vielmehr zum Wissenserwerb motiviert. Während meiner Schulzeit war ich auch im Theater tätig. Diese Erfahrung war für mich vor allem deshalb so wertvoll, weil ich dadurch lernte wie man sich vor vielen Leuten artikuliert. Selbst heute fällt es mir immer noch leichter, vor einem großen audience zur sprechen, als vor sagen wir mal drei Personen.


War dann Schauspielerei nie eine Berufsoption?
Malle: Ich war immer schon wirtschaftlich interessiert. Das Theater bleibt Teil meines Lebens, denn ich bin heute noch als Obmann der neuen Bühne Villach tätig. Ich hebe mir meine Schauspielambitionen für die Pension auf.


Was ist der Wirtschaftsbund?
Malle: Der Wirtschaftsbund ist die größte Vereinigung für selbstständig denkende Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht auch für andere Berufsgruppen einsetzt. Die Unterstützung von Unternehmern ist deshalb von solcher Wichtigkeit, weil sie diejenigen sind, die das alleinige Risiko und die Verantwortung für ihre Angestellten tragen. Besonders am Herzen liegen uns die Klein- und Mittelbetriebe. Für sie ist es sehr aufwendig neue Mitarbeiter zu suchen, deshalb versuchen sie, Angestellte auch in Krisenzeiten möglichst lange zu binden. Deshalb möchte der Wirtschaftsbund genau diese Leute stärker unterstützen.


Was macht eine erfolgreiche Selbstständigkeit aus?
Malle: Für mich persönlich ist eine konkrete Zielsetzung essentiell. Um sich in der jeweiligen Branche zu etablieren, muss man viel Kraft, Zeit und Energie aufwenden. Dazu zählt auch, dass man Privatzeit opfert. Es ist ein Umdenken in der Arbeitsmentalität gefragt, denn ein Selbstständiger arbeitet wenn es notwendig ist. Dies impliziert auch viel Toleranz Seitens des Partners. Ein Punkt, der meiner Meinung nach nicht unterschätzt werden darf, ist der natürliche Instinkt für den Erfolg einer Geschäftsidee. Damit meine ich, dass eine gute Idee auch dann versagen kann, wenn sie zu früh oder umgekehrt zu spät auf den Markt kommt. Timing ist somit ein wichtiger Faktor.


Welche wirtschaftlichen Kriterien sind dabei zu beachten?
Malle: Das bisher erwähnte, zähle ich zur Kategorie Bauchgefühl. Natürlich gibt es auch wirtschaftliche Kriterien, die eine erfolgreiche Selbstständigkeit ausmachen. Wichtig ist eine fundierte Planung des Unternehmens. Ein weiterer Punkt ist eine genaue Zielgruppenanalyse. Warum viele Unternehmen scheitern, ist meiner Meinung nach das Missachten eines roulierenden Businessplans. Das bedeutet, der Plan gehört ständig innoviert. Was man bei seiner Planung auf keinen Fall vergessen darf, ist Geld zur Seite zu legen.


Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Malle: Ich selbst sehe mich als sehr fordernden, aber auch unterstützenden Chef. Ein Charakteristikum für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team ist Offenheit. Ich kann aber durchaus auch autoritär agieren, vor allem bin ich pitzelig bei gewissen Dingen. So sind für mich Pünktlichkeit und Höflichkeit wichtige Faktoren im Umgang miteinander. Dennoch bin ich mir auch meiner Vorbildfunktion als Vorgesetzter bewusst. Ich kann nicht etwas von meinen Mitarbeitern verlangen, dass ich nicht selbst beherzige. Ich fordere viel von meinen Leuten, aber auch nur deshalb, weil ich selbst gewillt bin, viel zu leisten.


Sie sind auch Lektor an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Wie sieht dort Ihr Tätigkeitsbereich aus?
Malle: Die Arbeit an der Universität macht mir sehr viel Spaß. Ich bin ein Mensch der gerne etwas weiter gibt. Ich veranstalte ein Marketingeinführungsseminar, das die Studierenden mit den Grundlagen der BWL vertraut machen soll. Ich persönlich finde es wichtig einen Praxisbezug herzustellen, um die theoretischen Begrifflichkeiten in ihrem praktischen Nutzen zu zeigen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass erst die Praxis, Zusammenhänge im theoretischen Wissen verständlich macht. Für mich ist die Zeit an der Uni vergleichbar mit Freizeit, wobei ich mir natürlich über die Ernsthaftigkeit meines dortigen Tuns bewusst bin. Das Vortragen ist eine Quelle aus der ich Kraft schöpfen kann und neue Ideen und Anregungen bekomme. Vor allem die Arbeit mit jungen Menschen ist etwas, dass ich sehr schätze. Ich sehe meine Tätigkeit als Dienst an der Gesellschaft, durch die ich ihr etwas zurückgeben kann.


Was war die größte berufliche Herausforderung, der Sie sich stellten?
Malle: Das war auf jeden Fall die Zeit in der ich mein eigenes Unternehmen hatte. Die Verantwortung dafür zu tragen, genug zu verdienen um die Firma über Wasser halten zu können, war Herausforderung pur. Projektbezogen Geld zu verdienen ist sowieso eine Gratwanderung. Man hat entweder drei Aufträge auf einmal oder gar keinen. Schön ist es, wenn man im Nachhinein betrachtet, eine positive Bilanz ziehen kann und sich die harte, intensive Arbeit gelohnt hat.


Welchen Beruf würden Sie gerne mal für einen Tag ausprobieren?
Malle: Das ist eine schwierige Frage. Ich könnte mir vorstellen Papst zu sein und die erste Amtshandlung wäre es, den Zölibat abzuschaffen.


Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Malle: Eine Erholung vom Alltag finde ich beim Sport. Zu meinen Lieblingsaktivitäten zählen vor allem Joggen, Bergtouren und Schneeschuhtouren. Ich würde mich auch in diesem Bereich als Gratwanderer bezeichnen, denn genauso wie das Auspowern, genieße ich das Faulenzen. So finde ich es ebenso entspannend, auf meiner Couch zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und im Idealfall prasselt dabei der Regen auf das Fensterbrett.


Wie stehen Sie zum Begriff Heimat?

Malle: Für mich ist es wichtig eine Heimatverbundenheit zu spüren. Ich denke, dass jedem die Definition selbst obliegt. Der eine sieht die Heimat dort wo die Familie ist und für den anderen ist Heimat wie eine Wurzel im Boden. Mir ist es ein Anliegen zur eigenen Heimat zu stehen. Ich finde es nicht gut, dass viele Politiker sich auf ihre Heimatverbundenheit rühmen, diese jedoch nur dazu nutzen, sich selbst darzustellen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch etwas für die anderen Menschen zu tun. Ich bin stolz darauf ein Klagenfurter zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass ich meinen Blickwinkel nur auf Klagenfurt richte, sondern es impliziert auch mitzudenken, was für Kärnten sinnvoll wäre.


Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Malle: Ich möchte auf jeden Fall einen Beitrag für meine Heimat leisten, der unser Land wieder in einem positiveren Licht erscheinen lässt. Im Großen und Ganzen glaube ich aber, dass es das schönste und wichtigste im Leben ist, glücklich zu sein. Dabei bin ich davon überzeugt, dass glücklich sein ein Gefühl ist, das von dem eigenen Selbst abhängt.


Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Malle: Es gibt einige schöne Erinnerungen, aber die, die mir spontan einfällt, war im Alter von sieben Jahren, als ich die erste selbst gemachte Hortzeitung in den Händen hielt. Hierbei hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, ich habe etwas selbst geschaffen.

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: KK Klaus Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
INTERVIEW: Emanuel Dovjak

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INTERVIEW: Emanuel Dovjak


Emanuel Dovjak (Landesdirektor)
DONAU Versicherung

Landesdirektion für Kärnten und Osttirol
St. Veiterring 13 - 9020 Klagenfurt

 



Welches Geschäft betrieben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.?

Ich bin Landesdirektor der Donau Versicherung in KÄRNTEN.

Welche Techniken setzen Sie ein, um sich zu entspannen, wenn Sie unter Druck stehen?
Ich setze auf autogenes Training und meine Familie

Was war der größte Verlust, den Sie in Ihrem Leben erlitten haben?
Den Tod meiner Mutter als ich 26 Jahre alt war.

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade?
Ich spiele mit meiner 6 jährigen Tochter.

Mit welchem Spielzeug haben Sie in Ihrer Kindheit am liebsten gespielt?
Ich und mein Bruder hatten einen gebrauchten Matador bekommen, genial!

Ist das Sternzeichen hilfreich für Sie, um das Verhalten der Menschen zu verstehen?
Überraschender weise sind gewisse charaktermerkmale tatsächlich in den jeweiligen sternzeichen erkennbar.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben?

Wenn man nicht tun kann wie man will soll man tun wie man kann.

Was werden Sie wohl als Rentner machen?

Mich bemühen mit der staatlichen Pension auszukommen und garteln sowie kochen.

Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?
Ich denke großen Erfolg kann man nur im Team haben, bei uns ist jeder aufgerufen Ideen mitzuteilen!

Ist Markenware wichtig für Sie, wenn Sie einkaufen gehen?
Statussymbole unbedingt haben zu müssen, sind meines Erachtens eine altersfrage und damit ein Thema der persönlichen reife

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Ja wenn die Leistung (zumindest) erwartungsgemäß war.

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird?
Soweit man den Informationen trauen kann, auf alle Fälle. Siehe EHEC und regionale Lieferanten!

Welche Erinnerung ist Ihre früheste, die Ihnen bis heute im Gedächtnis geblieben ist?

Das meine 2j Freunde weder meinen Vornamen noch meinen Nachnamen aussprechen konnten

Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind:

LERNEN-LEISTEN-LEBEN

Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen?
Auf alle Fälle, ich sehe niemals grausame Themen im Fernsehen an, negative Gedanken machen negativ.

 


Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Robert Graf Fotografiert von: Klaus Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
INTERVIEW: Mario Donner

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INTERVIEW: Mario Donner


Inerview mit Mag. Mario Donner, Marketing & Salesmanager,
Falkensteiner Hotels Katschberg, Falkensteiner Club Funimation Katschberg****, Falkensteiner Hotel Cristallo****
 

Welches Geschäft betreiben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.? Marketing & Salesmanager der Falkensteiner Hotels Katschberg sowie Key Account Manager“ für die anderen Falkensteiner Hotels

Welche Hobbys haben Sie?  Segeln, Bewegung in der Natur vorzugsweis am Kreuzbergl in Klagenfurt oder natürlich am Katschberg, Zeit mit meiner Familie und Freunden aktiv verbringen

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade? Ich studiere die Auslastungszahlen und den Pick Up der letzten Woche

Gibt es einen Aberglauben, der Sie dazu bringt, Ihr Verhalten zu ändern? Nein, wir haben selbst die Verantwortung für unser Leben

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben? Liebe!  Liebe ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Was werden Sie wohl als Rentner machen? Im Sommer den Wörthersee oder unseren Garten genießen, in den Nebensaisonen viel Reisen und hoffentlich mit meinen Enkelkindern wertvolle Zeit verbringen

Gibt es eine URL, wo wir Ihre Arbeit sehen können? www.katschberg.falkensteiner.com

Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?  Im Kopf frei sein – natürlich auch durch viele Gespräche. Mit offenen Ohren sowie Augen durch die Welt schreiten

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?  Natürlich, wenn die Leistung stimmt

Finden Sie, dass die Katastrophenmeldungen zum Thema Klimawandel völlig überzogen sind?  Aber Hallo – die Frage ist wohl aus dem letzen oder gar vorletzten Jahrhundert

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird? Selbstverständlich – bei den Give Aways für die Falkensteiner Gäste achten wir auf diese Kriterien. Unsere Lieferanten verpflichten sich dazu – so haben wir u.a. zur Zeit Original Schweizer Messer aber auch Scarftücher aus Deutschland

Wie weit vertrauen Sie Statistiken?  Immer - wenn ich sie gemacht habe…

Glauben Sie, dass viele Krankheiten durch einen kranken Kopf verursacht werden? Ja – unser Geist herrscht über Materie

Ist Liebe eine kreative Herausforderung? Ich habe am 1. Juni meine Frau Sabine in der Marienkappel am Katschberg geheiratet. Unsere beiden Töchter Greta und Rosa sind die sichtbaren Zeichen unserer Liebe  - und die beiden sind äußerst kreativ…
Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen? Es ist für mich Selbstverständnis

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude? Der gemeinsame Erfolg mit dem Team und viel zufriedene Gäste

Was bedeutet Ihnen Geld? In unserer Wirtschaftsform unumgänglich – ich tausche aber auch gerne ; -))

Womit würden Sie niemals handeln? Mit Menschen, Gefühlen und natürlich der Liebe

Welche Zukunftspläne haben Sie?  Beruflich - eine gute Marke stetig und ehrlich stärken, Privat – weiterhin auf den Felsen der Familie bauen

Wo sehen Sie ihre persönlichen Stärken?  Im Suchen und Finden von neuen Märkten durch Kreativität und meine Umsetzungsstärke breiter Kommunikationstools

Gibt es etwas, das sie in ihrem Leben noch gerne erreichen oder tun würden? Täglich lernen ich und somit entwickeln sich auch immer neue Ziele.

Welche berufliche Erfahrung hat sie am meisten beeinflusst und wie?  Meine drei Jahre mit Gunnar Prokop und meine fünf Jahre mit Frau Gugi Spielbüchler


KURZER ZUR PERSON
Werdegang:

•    1997 Abschluss Studium an der Universität Wien: Marketing Management und Sportwissenschaften
•    1995-97 Betriebsleiter Pharos Fitness Wien
•    1197-2000  Vereinssekretär bei Gunnar Prokop Handballklub Hypo NÖ
•    2000-2001 Senior Consultant Gruber & Partner
•    2002 Der Drang nach Süden in die Heimat meiner Frau Sabine Donner Havelka - Selbständig mit „CSdonner“ Communication Services Donner
•    Seit 14. Nov. 2005 bei Falkensteiner Hotels Katschberg – Marketing- und Salesmanager
•    Handball Bundesliga Spieler bei Union St. Pölten (Juniorenstaatsmeister) ca. 1990 , danach Nachwuchstrainer Österreichischer Meister männl. Jugend D 1991 - Österreichischer Vizemeister männl. Jugend C 1993 und mehrere Landesmeister Titel,
Seit 2002 Hobbysegler und Vorstandsmitglied beim KYC Klagenfurt, Skifahren und Wandern am Katschberg natürlich ;- ))


Mag. Mario Donner
Marketing & Salesmanager

Falkensteiner Hotels Katschberg
Falkensteiner Club Funimation Katschberg****
Falkensteiner Hotel Cristallo****
A-9863  Katschberghöhe
Tel. +43/(0)4734/631 961
Fax +43/(0)4734/631 917

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Im Gespräch mit Ilia Krammer

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Im Gespräch mit Ilia Krammer

„Nur in einem Umfeld, das mir die Möglichkeit bietet meine Persönlichkeit zu entfalten, kann ich auch wirklich sein, wie ich bin. Das ist dann auch das, was ich dem Kunden anbiete kann, nämlich 100 Prozent Authentizität“...
 


Diese Wichtigkeit des sich Wohlfühlens spürt man schon, wenn man das Büro von Ilia Willenig-Krammer betritt. Wie genau nun seine Unternehmensphilosophie aussieht und was diese so einzigartig in der Werbelandschaft macht, soll das folgende Interview zeigen.


Die Agentur circle & friends wurde offiziell 2001 gegründet.
Heute führt sie Ilia Willenig-Krammer zusammen mit seiner Frau Diana.

 
Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich spät
 
Am besten entspannen kann ich mich nicht im Urlaub, sondern mit meinen Kindern.
 
Das schönste an meinem Beruf ist die Herausforderung.
 
Lebensmotto: Keine Angst vor dem Tod zu haben und irgendwann glücklich zu sterben.

 
Welche Philosophie verfolgt Ihr Unternehmen?
Willenig-Krammer: Mein Unternehmen beruht auf dem Netzwerkgedanken. Ich möchte damit bewusst einen Gegenpol zum industriellen Typus bilden. Das impliziert für mich auch, weg von der Oberflächlichkeit hin zu Kultur, Poesie und Tiefgang zu kommen. Nach diesem Vorbild habe ich mir auch das Firmengebäude ausgesucht. Ein Leitmotiv unseres Unternehmen ist “Every brilliant work depends on a genius of a beautiful mind” was so viel bedeutet wie großartige Arbeit hängt von der Genialität eins schönen Geistes ab.
 
Was bieten Sie Ihren Kunden?
Emotionalität ist für meine Art der Arbeit essentiell, denn ich kann mich nur auf etwas einlassen, was ich auch fühle. Was wir unseren Kunden vor allem bieten, ist viel Erfahrung. Dabei steht für mich die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Nur wenn ich das Leben mit all seinen Exzessen und Normalitäten erfahren habe, verfüge ich über das notwendige Potenzial, neue und vielleicht unorthodoxe Wege zu gehen.

 
Ihr Büro verfügt über ein ganz besonderes Flair.
Willenig-Krammer: Da ich in meinem Büro nicht nur arbeite, sondern auch lebe, hat das Wohlfühlen für mich einen besonderen Stellenwert. Mein Unternehmen basiert auf dem Konzept einer Familie, indem die Mitarbeiter als Familienmitglieder gesehen werden. Auch die Einrichtung meines Büros soll diesen Aspekt der Gemütlichkeit und des Prinzips „mi casa es su casa“ (Mein Haus ist ihr Haus, span.) für meine Kunden erfüllen.
 
Welches Arbeitskonzept verfolgen Sie?
Willenig-Krammer: Ich bin ein Befürworter der vernetzten Kommunikation. Dieses Konzept ist auch unter dem Namen cross media bekannt. Wenn wir einen Auftrag bekommen, geht es uns darum, das zu verkaufende Produkt als Geschichte zu inszenieren. Unserem Unternehmen ist es wichtig, bei der Wahl der Werbemittel neue Wege zu gehen. Nur Inserate schalten macht keinen Sinn, außer das jeweilige Produkt passt zu dieser Form der Vermarktung.

 
Warum ist es so wichtig eine Geschichte für das Produkt zu entwickeln?
Willenig-Krammer: Eine Geschichte ruft Emotionen hervor. Es sind nicht nur positive Gefühle erwünscht, auch negative wie Traurigkeit können etwas auslösen. Um ein Produkt oder eine Dienstleistung erfolgreich vermarkten zu können braucht man reale Werte. Danach orientieren sich die Konsumenten. Meine Grundhaltung ist, dass ich nur mit einer Arbeit zufrieden sein kann, hinter der ich 100-prozentig stehe. Deshalb investiere ich auch sehr viel private Zeit in meine Aufträge, da geregelte Arbeitszeiten für meine Arbeitsmentalität hinderlich wären.
 
Sie bezeichnen sich als „enfant terrible“. Wie stehen Sie zur Medienlandschaft in Kärnten?
Willenig-Krammer: Ich persönlich bin kein mediengeiler Mensch. Ein gutes Bild von mir in der Presse zu sehen ist schön, ich steuere es aber nicht bewusst. Ich halte nichts davon, Dinge schön zu reden die ich selbst anders empfinde. Mit dieser Einstellung kann es natürlich sein, dass ich hier und da anecke. Mich stört an der medialen Berichterstattung, dass sie ihrer Sorgfaltspflicht nur bedingt nachkommt.


Ist Ihnen ein Auftrag in besonderer Erinnerung geblieben?
Willenig-Krammer: Natürlich gibt es viele Kunden, die mir in besonderer Erinnerung geblieben sind. Der Auftrag in einem Stift - die Begegnung mit den Priestern - und die besondere Atmosphäre lieferten mir wunderschöne Anregungen. Obwohl dieser Auftrag finanziell nicht so lukrativ war, zählte es viel mehr, mit diesen Menschen in Berührung gekommen zu sein. Auch die Arbeit mit Künstlern macht mir viel Spaß – man kann in eine völlig neue Welt eintauchen.

Der Begriff friends wird im Namen Ihres Unternehmens circle & friends verwendet. Was verstehen Sie dabei unter dem Begriff Freund?
Willenig-Krammer: Dahinter steckt der Netzwerkgedanke, der auch heute noch gelebt wird. Mir ist diese Form der Unternehmensführung sehr wichtig, weil ich in ihr den Vorteil der kontinuierlichen Exklusivität sehe. Wenn ich einen fixen Grafiker beschäftige, so trägt jeder Auftrag seine Handschrift. Es wäre dies dasselbe, wenn ein Regisseur immer wieder die gleichen Schauspieler engagiert.


Wie funktioniert dieser Netzwerkgedanke?
Willenig-Krammer: Unser Unternehmen hat in Kärnten das größte Netzwerk an Kommunikation in der Branche. Zu unserem Team gehören Betriebswirte, Architekten, Investoren und Kreative genauso wie Bühnenbildner, Dekorausstatter; Landschaftsgestalter usw. Somit bieten wir einen Full Service. Eine ständige Herausforderung ist es, Freunde und Beruf zusammenzubringen. Trotz vieler Schwierigkeiten halte ich an diesem Konzept fest. Ein persönliches Anliegen ist die Suche nach neuen Talenten. Wenn ich ein Potenzial erkenne, bin ich auch gerne bereit es zu fördern.

Sie haben den Twister den Carinthian Advertising Award in der Kategorie beste Kampagne für das Almdorf Seinerzeit erhalten? Welche Philosophie wollten Sie in der Kampagne zum Ausdruck bringen?
Willenig-Krammer: In unserer Zeit hat die Geschwindigkeit das Zepter übernommen. Meiner Meinung nach ist Geschwindigkeit zwar im Expertentum gefordert, in anderen Bereichen aber negativ zu bewerten. Der Mensch kommt mit seinen mentalen Bedürfnissen dem Automatismus der Innovation nicht mehr nach. Er verhungert emotional. Einen Gegenpol zu dieser Entwicklung wollten wir mit dem Konzept für das Almdorf Seinerzeit schaffen. Wir haben versucht Kultur umzusetzen. Es ging uns darum, weg vom globalisierten Dorf zu kommen, in dem alles gleich aussieht. Die Individualität und der damit verbundene persönliche Charme sollten zum Ausdruck kommen.

Wo sehen Sie die Herausforderungen im Tourismus?
Willenig-Krammer: Es gilt, alle Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen, auch zu nutzen. Ich wehre mich gegen die industrielle Entwicklung im Tourismus. Das Potenzial in dieser Branche liegt darin, Kultur und damit Exklusivität zum Ausdruck zu bringen. Man sollte als Gast die Möglichkeit bekommen, ungezwungen zu sein und trotzdem Luxus genießen zu können. Wir sollten weg von dem Gedanken, dass etwas minderwertig ist, nur weil es nicht international ist. Die Herausforderung der Tourismusbranche liegt darin, Kultur, Land und Leute auf einen Nenner zu bringen.


Sie arbeiten in einem Beruf, der von Ihrer Kreativität lebt. Was bedeutet für Sie Kreativität?
Willenig-Krammer: Kreativität kann nicht erlernt werden, für mich ist sie eine Lebenseinstellung. Kreatives Arbeiten bedeutet, sich nicht mit Durchschnittlichem zufrieden zu geben. Im kreativen Schöpfen darf man sich nicht vor Gefühlen fürchten. Auch eine traurige Geschichte kann ein Produkt oder eine Dienstleistung inszenieren. Die Angst vor Neuem ist für den Kreativprozess tödlich. Offenheit ist das zu befolgende Prinzip. Für mich persönlich hat Kreativität nichts mit Bauchgefühl zu tun. Ein kreativer Einfall bedarf immer einer Reflektion, in der abgewogen wird, ob eine Idee umsetzbar ist oder nicht. Im kreativen Prozess ist es auch wichtig, sich auf die Dinge einzulassen. Das bedeutet, der Geist muss frei sein von persönlichen Barrieren. Die Angst vor Fehlern ist im kreativen Prozess genauso hinderlich, denn sie führt dazu, dass man sich blockiert und seinen Gedanken nicht mehr die Freiheit lässt, für Neues offen zu sein.

Wo liegen die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Kreativität?
Willenig-Krammer: Bei beruflichen Tätigkeiten, in denen Kreativität zur Arbeitsleistung notwendig ist, ist man vielen Belastungen ausgesetzt. Die Beratungsgespräche mit den Kunden in unserem Unternehmen sind sehr intensiv und mir persönlich sehr wichtig. Der Auftrag ist so lange mental präsent, bis ich zu einer Lösung gekommen bin. Somit ist ein Abschalten von der Arbeit während dieser Prozessphase beinahe unmöglich. Kreativität lässt sich nur bedingt abrufen. Vielmehr ist sie ein spontanes Moment, das einem plötzlich widerfahren kann.

Die Werbebranche kämpft mit dem Vorurteil, die Menschen zu belügen. Welchen Stellenwert haben für Sie die Begriffe Wahrheit und Authentizität?
Willenig-Krammer: Einen sehr hohen. Ich habe mich schon von Kunden getrennt, die mit mir in dieser Hinsicht nicht übereingestimmt haben. In meiner Geschäftsbeziehung zu den Kunden ist mir Empathie wichtig. Nur wenn ein gegenseitiges Gefühl von Vertrauen gegeben ist, kann ich mit dem Kunden arbeiten. Sich zu verstellen bedeutet für mich lügen. Deshalb verkörpert mein Unternehmen auch meine persönliche Einstellung, denn nur dann kann ich mich authentisch präsentieren. Nur in einem Umfeld, das mir die Möglichkeit bietet meine Persönlichkeit zu entfalten, kann ich auch wirklich sein, wie ich bin. Das ist dann auch das, was ich dem Kunden anbieten kann, nämlich 100 Prozent Authentizität.

Das Gespräch wurde am 23.11.2012 zum ersten Mal online gestellt.

 

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: Klaus Kropf Sonntag, 24. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Meinrad Heinz Höfferer

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Im Gespräch mit Meinrad Heinz Höfferer

„Ich fühle mich verwurzelt hier, bin aber dennoch auch verbunden mit der restlichen Welt.“ MMag. Meinrad Heinz Höfferer demonstriert mit diesem Satz ein wesentliches Charakteristikum seiner Person: starke Heimatverbundenheit, gepaart mit dem Wunsch den Rest der Welt mit all ihren Eigenheiten zu entdecken.
 


MMag. Meinrad Heinz Höfferer begann nach erfolgreich absolvierter HAK-Matura, sein Studium der Wirtschaftswissenschaften und Kommunikationswissenschaften, an der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt. Nach zahlreichen beruflichen Auslandsaufenthalten beendete er sein Studium und kam zur Wirtschaftskammer Kärnten. Heute ist er der Leiter der Wirtschaftskammer Kärnten, Außenwirtschaft und Eu.


Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einer guten Tasse Kaffee.

Das schönste an meinem Beruf ist das internationale Umfeld mit der Lebensqualität in Kärnten, verbinden zu können.

Am besten erhole ich mich bei Aktivitäten im Freien, in der Heimat oder bei einem Glas Rotwein nach dem Abschluss eines gelungenen Projektes.

Lebensmotto: Man soll weltoffen mit genügend Heimatverbundenheit durchs Leben gehen.


Wie sah der Anfang Ihrer beruflichen Karriere aus?
Höfferer: Ich besuchte die Handelsakademie, denn Wirtschaft war ein Thema, dass mich immer schon interessierte. Die Begeisterung für die Arbeit im internationalen Bereich, wurde bei mir durch den Sport ausgelöst. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta gehörte ich zum erweiterten Olympiateam. Durch das Schnuppern an der internationalen Luft, wurde in mir das Interesse geweckt, auch im Ausland tätig zu sein. Nach dem Bundesheer startete ich mein Studium, bei dem ich eine Doppelstrategie verfolgte, denn ich kombinierte die Betriebswirtschaft mit den Kommunikationswissenschaften. Den Schwerpunkt im kommunikationswissenschaftlichen Bereich setzte ich bei den neuen Informationstechnologien. Die Hälfte meines Studiums verbrachte ich im Ausland. Zu den Ländern in denen ich war zählten China, die USA, Italien und Deutschland. Mein Pflichtpraktikum für die Betriebswirtschaften absolvierte ich bei BMW in München. Zu meinem Aufgabengebiet zählte die Kommunikation und After-Sales Steuerung. Besonderen Spaß machte es mir, mit Leuten weltweit zusammen zu arbeiten. Mein Praktikum wurde zweimal verlängert, wodurch mir das Beenden meines Studiums schwierig gemacht wurde.


Wie wurden Sie zum Leiter der Wirtschaftskammer Kärnten, Außenwirtschaft und EU?
Höfferer: Eigentlich hatte ich vor, nach dem Studienabschluss ins Ausland zu gehen; der Knackpunkt war aber ein Bänderriss im Knie, zwei Wochen vor meiner letzten Uni-Prüfung. Ich musste operiert werden und war somit gezwungen Therapie-bedingt hier zu bleiben. Man kann sagen das Schicksal hat zugeschlagen. Es war ein massiver Einschnitt in meine Berufs- und damit Lebensplanung, der aber durchaus auch positive Nebeneffekte beinhaltete. Ich musste mir also hier einen Job suchen. In der Wirtschaftskammer war zu jener Zeit eine Stelle im Bereich der Außenwirtschaft ausgeschrieben. Den extern bei einer Personal-Agentur durchgeführten und evaluierten Bewerbungsprozess, habe ich dann als Erst-Gereihter abgeschlossen und wurde eingestellt. Ich bin jetzt 4½ Jahre innerhalb der Wirtschaftskammer tätig, wobei ich mittlerweile den gesamten Außenwirtschaftsbereich inklusive der Internationalen Beziehungen leite. Dieser Bereich wird aufgrund zunehmender Nachfrage und Zufriedenheit der Unternehmen mit der Serviceleistung ständig erweitert. Der Außenwirtschaftsbereich wird nicht nur vom Wirtschaftskammergeld finanziert, sondern bereits zu mehr als 40 % extern.


Welche Leistungen bietet die Außenwirtschaft-Organisation (AWO) der Wirtschaftskammer der österreichischen Wirtschaft?
Höfferer: Jedes Bundesland hat eine eigene Außenwirtschafts-Abteilung wo die Service-Leistung beginnt. Wir bieten somit einen Service der vor Ort arbeitet. Zu unseren Leistungen zählen individuelle Coachings, Export Dokumente, Organisation von Veranstaltungen und Exportförderung. Unser Netzwerk der Außenwirtschaft Österreich erstreckt sich dann von Wien über die ganze Welt und umfasst 116 Stützpunkte weltweit (die sogenannten Außenhandelsstellen). Die Kolleginnen und Kollegen dort sind unsere Experten im Zielmarkt mit denen wir eng zusammenarbeiten bzw. über ein einheitliches CRM-System weltweit verbunden sind. Über so ein umfangreiches Auslands-Netzwerk für Unternehmen verfügt kein anderes Land der Welt. Zu unserem Erfolgsrezept gehört, dass wir über einheitliche Produkte, Systeme und Abläufe verfügen, welche den Workflow erleichtern und das Service für die international tätigen Firmen noch effizienter macht. Durch diese Art der Organisation, garantieren wir als Wirtschaftskammer, weltweit einen raschen Informationsaustausch und Service-Ablauf.


Was genau sind die 3-Schienen Information, Coaching und Events des AWO-Programms?
Höfferer: Bei der Information geht es wie der Begriff schon sagt, um die zur Verfügung Stellung von Informationen für die Unternehmen. Diese sollen es ermöglichen, sich möglichst frühzeitig und individuell an die jeweiligen Firmen im Ausland anzupassen. Beim Coaching geht es darum, die Beratungsfunktion zu übernehmen und den Kunden zu beraten, wo er profitieren kann, um einen Mehrwert zu generieren. Wir veranstalten auch länder- und branchenbezogene Events, um das Chancenpotenzial auszuloten. Diese Art der Leistung ist deshalb von besonderem Vorteil, weil man dadurch näher an den Endkunden herankommen kann. Sie ist speziell auf die Leute zugeschnitten und spricht sie dementsprechend auch an. Um diese finale Qualität sicher zu stellen, wird wie bereits erwähnt, eng mit den jeweiligen Außenhandelsstellen in den Zielmärkten zusammengearbeitet.


Die Welt als Dorf ist ein Thema in unserer globalisierten Gesellschaft geworden. Wie stehen Sie dazu bzw. was verstehen Sie darunter?
Höfferer: Aus der wirtschaftlichen Sicht betrachtet bedeutet dies, die Welt rückt näher zusammen. Wir müssen uns vor Augen halten, dass Länder wie Österreich, ihren Wohlstand der internationalen Vernetzung zu verdanken haben. Unsere Unternehmen tragen durch die Wertschöpfung im internationalen Bereich zu unserem Wohlstand bei. Beim Export geht es darum seine eigenen Stärken im Ausland zu verkaufen. Globalisierung wird durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten erleichtert. Es ist möglich via Internet Konferenzen abzuhalten, als wäre man im selben Raum. Die Entwicklungen im Export sind auf jeden Fall positiv zu betrachten, dies belegen auch die Zahlen. Wir haben in Kärnten einen Exportüberschuss von € 500 Millionen im Jahr. Durch die geografische Positionierung Kärntens im Alpen-Adria Raum, ist es nicht nötig weit ins Ausland zu gehen. Wir haben dorthin die besten Exportmöglichkeiten.


Welche Argumente sprechen für einen Export? Ist es nur für große Unternehmen sinnvoll?
Höfferer: Im Prinzip kann es für jedes Unternehmen positiv sein, nicht nur für große. Die Frage die man sich stellen muss ist die, ob Potenzial vorhanden ist und wenn ja, dann kann Export interessant sein. Ein Irrglaube ist es, dann an Export zu denken, wenn es im Inland nicht läuft. Mit dieser Vorstellung ist man zum Scheitern verurteilt. Man muss sich über sein Potenzial bewusst werden. Deshalb bieten wir in unserem AWO-Programm das Coaching an, um Personen zu informieren und aufzuklären über die Vorteile, Risiken und der sich daraus ergebenden Sinnhaftigkeit eines Exports. Zusätzlich wird die Entscheidung über die Finanzierung und Fundierung im Inland durchgeführt, um einen reibungslosen Export zu ermöglichen. Exportieren beinhaltet immer ein gewisses Risiko, darüber muss sich jeder im Klaren sein. Durch unsere Aufklärungsarbeit versuchen wir dieses jedoch so gering wie möglich zu halten.


Also ist Export doch ein riskantes Geschäft?
Höfferer: Wichtig ist bei allem was man tut, Step by Step vorzugehen. Oft ist es ratsam, zuerst einmal ein anderes Bundesland auszuprobieren, bevor man gleich ins Ausland geht. Ich finde es wichtig sich mit seinem Unternehmen nicht zu sehr von globalen Einflüssen abhängig zu machen. Es soll ein Zusatznutzen für die Unternehmen sein. Beim Export ist es wichtig langfristig zu planen. Dies bedeutet Exportziele zu definieren und vor allem auch Beziehungen aufzubauen. Ich möchte auf jeden Fall betonen, dass Export etwas für Mutige ist. Deshalb ist der Leitslogan unserer Abteilung auch „Mut zum Export“. Man muss bedenken, dass für jeden Exporteur eine Menge dranhängt sein Unternehmen erfolgreich im Ausland zu positionieren. Der Beitritt zur EU hat dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der exportierenden Unternehmen quasi verdoppelt hat. Exportgeschäfte beinhalten immer ein Restrisiko. Deshalb ist es auch essentiell sich genau zu informieren, denn dadurch lässt sich schon viel ausschließen. Ein Beispiel ist sich gute Verträge zu verschaffen und das schon vorab im Inland. Natürlich gibt es keine Garantie für Erfolg.


Wie sehen Sie die Entwicklungen der neuen Informationstechnologien für den Bereich des Exports?
Höfferer: Ich finde die neuen Informationstechnologien sind ein weiterer positiver Fortschritt unserer Zeit, da sie die Kommunikation um ein vielfaches erleichtern. In diesem Zusammenhang darf aber nicht unterschätzt werden, was sie nicht ersetzen können, nämlich den persönlichen Kontakt zu den Unternehmen. Langfristige Beziehungen leben von persönlichen Gesprächen. Es kann auch gefährlich sein, wenn man den Medien auf der Informationsebene zu sehr vertraut. Es ist ein Irrglauben, dass die Geschäfte übers Internet gleich funktionieren, wie die persönlichen Geschäfte. So macht es einen großen Unterschied, ob man sich persönlich im Geschäft über die vorhandenen Produkte ein Bild macht, oder nur den Beschreibungen aus dem Internet vertraut. Auch hierbei helfen wir unseren Kunden gerne weiter, indem wir überprüfen, ob die Informationen valide sind oder nicht. Die neuen Informationstechnologien ermöglichen es auf jeden Fall bei Auslandsreisen immer besser und effizienter mit Mitarbeitern und Kunden zu Hause in Kontakt zu bleiben und minimieren lange Aufarbeitungen nach einer Geschäftsreise.


Bleibt bei Ihrer beruflichen Tätigkeit überhaupt noch Zeit für ein Privatleben?
Höfferer: Natürlich ist für meine Art von Lebensstil eine Partnerschaft notwendig, in der der andere Partner Toleranz besitzt und sich dementsprechend mit meinem Beruf arrangieren kann. In meinem Fall ist das Gute, dass meine Partnerin einer ähnlichen Arbeit nachgeht. Außerdem sind die körperlichen und mentalen Belastungen, die diese berufliche Tätigkeit mit sich bringt, in meinem Alter noch sehr gut durchzuhalten. Der wichtigste Faktor aber ist, dass es mir sehr viel Spaß macht. Natürlich gibt es positive wie negative Seiten, wie das in jedem Beruf der Fall ist. Ein negativer Faktor ist die extreme körperliche Belastung. Was ich auch bedauere ist die Tatsache, dass es mir trotz meiner vielen Auslandsaufenthalte versagt bleibt, das Land und seine Kultur wirklich tiefer kennen zu lernen. Das versuch ich dann in meiner Freizeit nachzuholen. Das schönste aber ist, das nach Hause kommen nach einem dienstlichen Aufenthalt, denn Zuhause kann ich mich am besten erholen.


Wie stehen Sie zum Begriff Heimat?
Höfferer: Für mich ist Heimat etwas ganz wichtiges. Sie ist es, die einen prägt. Ich brauche auch das Gefühl mich irgendwo verwurzelt zu fühlen. Meine Heimat ermöglicht es mir wieder Kraft zu schöpfen. Heimat ist ein Begriff der schon vielfach interpretiert und definiert wurde. Für mich ist es neben der heimatlichen Verbundenheit auch wichtig, offen für anderes zu sein. Das bedeutet nicht mit Vorurteilen behaftet, an eine neue Mentalität heranzugehen. Man soll sich auf die Sprache und die Kultur des jeweiligen Landes einlassen. Hierbei ist Offenheit essentiell. In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass wir einen Verein gegründet haben „Kärnten Grenzenlos“. Mit diesem Verein verfolgen wir genau diese Richtung. Wir wollen den Jugendlichen auch zeigen, welche tollen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten Kärnten bietet, um dem zahlreichen Auswandern entgegen zu wirken. Zu diesem Zweck haben wir einen Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem Ziel, Ideen zu entwickeln für ein erfolgreiches Kärnten, in der Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn. Dies wird von zahlreichen Großbetrieben unterstützt.


Ist für Sie Auswandern immer noch ein Thema?
Höfferer: Ich bin offen für alles, aber im Moment passt es mir wie es ist. Dies kann sich aber noch ändern. Mir gefällt Kärnten sehr gut und durch meine berufliche Tätigkeit, bin ich sowieso viel im Ausland unterwegs. Ich bin ein weltoffener Mensch, bin aber trotzdem auch gerne daheim. Das heißt ich brauche das Gefühl irgendwo zu Hause zu sein. Mir liegt Kärnten sehr am Herzen. Wir haben uns auch deshalb dafür entschieden diesen Wettbewerb auszuschreiben, weil wir den Wirtschaftsstandort Kärnten unterstützen wollen. Es geht uns darum, unser Bundesland weiterzuentwickeln und die Jugend dafür zu motivieren. Internationalisierung ist deshalb so wichtig, weil wir alle den Lebensstandard beibehalten möchten, den wir jetzt haben. Uns muss bewusst werden, dass es an uns liegt, dies zu realisieren. Die Jugend ist hierfür ein entscheidender Faktor, denn sie ist die Zukunft.


Wie wichtig ist es für Sie eine gute Ausbildung zu haben, um beruflich erfolgreich zu sein?
Höfferer: Ausbildung ist die Grundlage für alles. Um seinen Horizont zu erweitern ist es auf jeden Fall notwendig, sich zusätzliche Qualifikationen anzueignen. Für mich aber ist es entscheidend, dass die Art der Ausbildung dem Interesse der Leute entspricht, damit sie motiviert sind, sich zu engagieren. Sonst macht für mich Ausbildung keinen Sinn. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass sich jeder Einzelne darüber klar wird, was er wirklich will. Es muss einem Spaß machen, denn dann strengt man sich gerne an und ist auch gewillt sein volles Leistungspotenzial abzurufen. Meiner Meinung nach ist Ausbildung eine Art Hohlschuld. Bildung funktioniert nicht mit der Einstellung, nichts dafür tun zu wollen. Es ist wichtig, dass man versteht, dass Ausbildung nichts Selbstverständliches ist. Wenn man selbst einen Beitrag zu seiner Bildung leisten muss, sind auch die Motivation und das Engagement größer. Wir sollten weg von der Einstellung kommen, sich nur auf Mutter Staat zu verlassen. In anderen Ländern wird Ausbildung als hohes Gut betrachtet, in das jeder selbst investieren muss. Damit wird der Eigenantrieb gefördert. Wenn ich selbst in etwas investiere ist dies auch gleichzeitig mit einem Ansporn verbunden, einen Ertrag daraus erzielen zu wollen.


Wie standen Ihre Eltern zum Thema Bildung?
Höfferer: Ich habe das österreichische Schulsystem durchlaufen, wobei ich nicht das Gymnasium, sondern die Hauptschule besucht habe. Meine Eltern haben eine Landwirtschaft. Ich durfte immer selbst entscheiden, was ich machen wollte. Meine Eltern haben mich bei meinen Auslandsaufenthalten immer unterstützt. Damit meine ich weniger finanzielle Unterstützung (ich habe mir meine Auslandsaufenthalte und das Studium immer selber finanziert), sie haben mich auch dazu motiviert und mir das Vertrauen geschenkt, dass ich das auf jeden Fall schaffe.

Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Höfferer: Meine Partnerschaft bietet mir zum Glück die Möglichkeit, mich vom Alltagsstress zu erholen. Einen weiteren Ausgleich finde ich durch die Verwurzelung mit meiner Heimat. Ich besuche immer wieder gerne mein Heimatdorf und nehme an Landjugendfesten teil, um den Kontakt mit den Menschen vor Ort, nicht zu verlieren. Ich möchte das Gespür für die Leute beibehalten und wissen was sie bewegt. Aktivität ist ein weiterer Faktor, den ich als Ausgleich brauche. Ich spiele immer noch Fußball, bin am See oder gehe in den Bergen wandern oder Schifahren.


War der Profi-Fußball nie eine Berufsoption?
Höfferer: Um ehrlich zu sein, habe ich dafür nicht gut genug gespielt. Ich bin zwar ein guter Fußballspieler, aber für den Profi-Sport braucht es mehr. Sonst wäre es auf jeden Fall eine Option gewesen. Was bei einer beruflichen Tätigkeit als Profisportler immer mit einkalkuliert werden muss, ist das Verletzungsrisiko und damit ein vorzeitiges berufliches Ende. Dies bleibt mir bei meiner jetzigen beruflichen Tätigkeit zum Glück erspart.


Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Höfferer: Ich möchte gerne Familie und Kinder haben und ihnen eine Heimat verbundene und weltoffene Erziehung mitgeben. Das ist ein großes Anliegen. Ein weiterer Punkt, der mir am Herzen liegt, ist noch mehr von der Welt kennen zu lernen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch einen Wunsch für meine Heimat äußern und zwar das wirtschaftliche Level und damit den Lebensstandard den wir haben, nachhaltig zu behalten. Ich bin auch ein Mensch der gerne lernt und für den das Lernen nie aufhört. Deshalb ist es mir wichtig, nicht auf meinem Status Quo zu beharren, sondern ständig dazu zu lernen und zwar auch in Bereichen, von denen ich keine Ahnung habe.


Warum ist die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen für Sie so wichtig?
Höfferer: Ich fühle mich verwurzelt hier, bin aber dennoch auch verbunden mit der restlichen Welt. Deshalb ist das kennen lernen neuer Kulturkreise auch so wichtig. Man lernt dadurch die Welt und die Mentalitäten der einzelnen Gesellschaften besser zu verstehen. Dabei fordere ich auch eine Flexibilität in der Einstellung. Das heißt jeder sollte gewillt sein, seine Meinung zu überdenken und sich nicht von stereotypen Vorurteilen leiten zu lassen. Man muss offen in die Welt hinausgehen. Wir haben gute Leute in Kärnten. Das Problem ist oftmals, dass wir durch unseren Wohlstand zu gesättigt sind und uns zu sehr auf das Schlechte konzentrieren. Durch die Auseinandersetzung mit Anderen wird einem erst wieder bewusst wie gut es uns geht und damit wird dann auch der Wunsch gepflegt dieses beizubehalten.


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INTERVIEW: Marika Lichter Dancing Stars

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INTERVIEW: Marika Lichter Dancing Stars


Im November 2005 gewann Marika Lichter bei der erfolgreichsten österreichischen TV-Show, dem ORF Tanzwettbewerb „Dancing Stars“, mit ihrem Profi-Partner Andy Kainz und wurde so zum Liebling der Nation. 
 


Welche Techniken setzen Sie ein, um sich zu entspannen, wenn Sie unter Druck stehen?
Atemübungen und Power Napping.

Was war der größte Verlust, den Sie in Ihrem Leben erlitten haben?
Der Tod meiner Eltern.

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade?
Hoffentlich nicht arbeiten.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben?
Leben und leben lassen.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie hassen?

Das  geht nicht oder das gibt es nicht.

Was ist Ihr Lieblingshaustier?
Meine süße Hündin Roxy.

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Selbstverständlich. Dort, wo es kalkulierter Teil eines Einkommens ist auf jeden Fall.

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird?
Da muss man natürlich sehr aufpassen, denn oft werden solche Meldungen geschäftsstörend von der Konkurrenz verbreitet, aber wenn es wirklich stimmt, dann auf jeden Fall.

Wie weit vertrauen Sie Statistiken?
Ich nehme sie zur Kenntnis, agiere aber trotzdem nicht immer konform.

Glauben Sie, dass viele Krankheiten durch einen kranken Kopf verursacht werden?
Absolut! Man darf die Macht der Gedanken nicht unterschätzen. Ich bin ein absoluter Befürworter der Ganzheitsmedizin, die versucht, Zusammenhänge zu erkennen.

Was war Ihr erster Job? Wie verlief Ihre erste berufliche Erfahrung?

Meine ersten Jobs hatte ich mit meiner Folkloregruppe, Da war ich so ca. 15 Jahre alt. Ich ging ins Gymnasium und studierte Klavier und Gesang am Konservatorium. Ich hatte nur positive Erfahrungen damals.

Was sind die größten Erfolge und die größten Misserfolge Ihres Lebens?
Privat ist sicher mein Sohn Paul mein größter Erfolg, beruflich mein Sieg bei “Dancing Stars”. Mein größter privater Misserfolg war das Scheitern meiner Ehe, beruflich gab es einige wenige, aber die habe ich verdaut. Da waren es eher die menschlichen Enttäuschungen, die mir zugesetzt haben.

Ist Liebe eine kreative Herausforderung?
Nicht nur, aber sicher auch.

Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind:
Vertrauen, Authentizität, Toleranz.

Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen?
Man muss es nur lange genug üben, dann klappt das!

Was war Ihr Traumjob als Kind?
Ich wollte immer schon Sängerin werden und das bin ich auch geworden.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Musik natürlich.

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude?
In meiner künstlerischen Arbeit als Schauspielerin/Sängerin genieße ich es, dem Publikum immer wieder die Geschichte eines Stückes zu erzählen. Als Agentin freut mich jeder gute Vertrag, den ich für meine Künstler verhandele und auch ein gelungener Event macht sehr viel Freude.

Was stehen Sie zu Social Media?
Ich bin dafür. Natürlich immer mot Maß und Ziel, aber auch och bin FB User.

Gab es Momente in ihrem Leben, wo sie darüber nachdachten, den Beruf zu wechseln?
Ich habe zu meinem Beruf als Sängerin und Schauspielerin noch mehrere Beruf als Agenturchefin, Managerin, Autorin usw. hinzugefügt. Da kann ich immer ein bisschen switchen.

Wie reagieren Sie unter Termindruck?
Ich bin zumeist unter Termindruck und habe gelernt, damit unzugehen.

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Selbstverständlich. Dort, wo es kalkulierter Teil eines Einkommens ist auf jeden Fall.


Willkommen bei der Agentur GlanzLichter!

Seit 1991 ist Marika Lichter neben ihrer ständigen künstlerischen Tätigkeit im Agenturgeschäft als Künstlervermittlerin und Veranstaltungs – sowie PR Agentur zu Hause.

 

In den ersten 5 Jahren betrieb sie mit Partnerin Ingrid Windisch die Agentur "Allegro", seit 1996 ist sie Alleininhaberin der Agentur "GlanzLichter". Mit einem eingespielten Team werden die Projekte geplant und mit einem Stab ständiger Mitarbeiter durchgeführt.

In diesen 15 Jahren machte sich die Agentur durch Kompetenz, Seriösität und Verlässlichkeit einen erstklassigen Namen und gewann und gewinnt ständig das Vertrauen der bisherigen und neuer Kunden.

Ob private Feste, Geschäftseröffnungen, Corporate Events oder Großevents für tausende Gäste- die Kunden der Agentur sind begeistert und etliche Firmen seit der Agenturgründung zu Stammkunden und Freunden geworden.

"Synergien finden, das, was zusammenpasst forcieren, die Wünsche der Kunden berücksichtigen und ihnen gerecht werden, aber auch beharrlich verweigern, was auf Grund der Erfahrungen nicht funktionieren kann, sind die Eckpfeiler jeder erfolgreichen Veranstaltung" sagt Marika Lichter.

www.glanzlichter.at
13.06.2011

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Robert Graf Fotografiert von: Klaus Kropf Dienstag, 23. April 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 

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