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Trotz heftiger Regenstürme an den Vortagen konnte der fisher´s by the sea Sommercocktail ohne wetterbedingte Beeinträchtigung in Veldens neu gestalteter Begegnungszone üb…
 
 
 
 
 
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Im Gespräch mit Karin Bernhard

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Im Gespräch mit Karin Bernhard

„Ich war ein Tschuschenkind“. sagt sie. Heute ist Karin Bernhard nicht nur eine Institution beim ORF in Kärnten, sie hat durch ihr „kärnten dabei“ eine Art Revolution im österreichischen Fernsehen ausgelöst... weiter lesen 

 

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Arno Wiedergut Fotografiert von: Klaus-Ingomar Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Alexander Todor-Kostic

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Im Gespräch mit Alexander Todor-Kostic

„Auch wenn du weit oben bist, darfst du nie völlig abheben.“ Mit diesen Worten charakterisiert Rechtsanwalt Mag. Alexander Todor-Kostic, einer der renommiertesten Wirtschaftsanwälte Kärntens, seine Lebens- und Berufseinstellung... weiter lesen
 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit  Georg Holzer

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Im Gespräch mit Georg Holzer

“Es besteht die große Gefahr der Vereinsamung in einer rein virtuellen Welt“, sagt einer, der es wissen muss.

„Allerdings“, so der New-Media-Profi und Journalist Georg Holzer, „hat das Internet die sozialen Kontakte ungemein bereichert“.
 


„Ich habe mich schon als kleiner Bub für Computer interessiert, die sind heute natürlich uralt“, erzählt der 1973 in Klagenfurt geborene Georg Holzer. Sein Weg zum Journalismus passierte relativ schnell: Nach der HAK und dem Studium der Betriebswirtschaftlehre hatte er sich „ziemlich pleite in Schweden herumgetrieben“. Nach seiner Heimkehr nahm er sich ein Herz und sprach im Jahre 2000 den Wirtschaftschef der „Kleine Zeitung“, Adi Winkler, an: „Ich heiße Georg Holzer, kann deutsch und suche einen Job.“



Er bekam ihn – und startete sogleich voll durch. „Die Zeitung schreibt zwar für jedermann, aber nicht für jedermanns Inhalte“, postulierte Holzer. Politik, Wirtschaft, Kultur und Tourismus seien zwar gut aufgestellt, nicht aber die „Technik“, die „Teil unseres Lebens“ sei. „Das ist die Wirtschaft von heute“, betonte Holzer, und man gab ihm in seiner Zeitung recht. Heute ist Georg Holzer in Kärnten der anerkannte Experte für die so genannten „Neuen Medien“.


Georg, Du warst der erste  Kärntner Journalist mit Laptop bei Pressekonferenzen.
Die Zeiten haben sich nun einmal geändert. Damals bin ich von den Kollegen bestaunt und wohl auch zum Teil belächelt worden, heute ist es ganz normal, keinen Kugelschreiber mehr zu verwenden.


Du warst 20, als das Internet in Österreich einen Einzug gehalten hat, und jetzt?
Die Geschwindigkeit und Effektivität, mit der sich dieses Medium weltweit verbreitet hat, haben wohl die kühnsten Optimisten nicht vorhergesehen. Es ist heute, nach nur wenigen Jahren, unvorstellbar, was sich in der weltweiten Kommunikation getan hat. Und es wird sich noch einiges tun.


Inwiefern?
Die Welt wird offener, transparenter werden. Heute kann jeder die EU-Förderungen, die sein Nachbar erhält, im Internet nachlesen, in Großbritannien müssen die Abgeordneten ihre Spesen virtuell offenlegen. Das finde ich gut. Das Internet wird dazu beitragen, eine neue politische Kultur zu schaffen, nämlich eine der Offenheit gegenüber den Bürgern.


Droht da nicht die gläserne Welt, der „Big Brother“?
Das haben wir sowieso, nur wissen die Menschen nichts davon. Es gibt heute kaum jemanden, der nicht x-mal pro Tag von offiziellen, halb offiziellen oder privaten Videokameras gefilmt wird, dessen Lebensgeschichte in Polizeidateien existiert oder der von irgendwelchen missgünstigen Menschen vernadert wird. Im Net ist das wenigstens „offiziell“ und kann von jedermann eingesehen werden. Auch gibt es hier strikte Regeln, die für jedermann gelten.


Aber doch der „gläserne Mensch“?
Ja, keine Frage. Aber hier gibt es bereits intensive Bestrebungen nach einer einheitlichen Regelung, sprich Gesetzgebung. In Europa wird das zu schaffen sein, doch weltweit mittelfristig wohl kaum.


Und trotzdem bist Du ein Verfechter des Neuen?
Aber ja. Als Journalist kann ich jetzt nicht nur die Leser meiner eigenen Zeitung ansprechen, sondern weltweit hunderttausende, wenn nicht Millionen von Menschen. Und was besonders faszinierend ist: Du bekommt sofort Reaktionen, du wirst also blitzschnell an deiner Aussage beziehungsweise Meinung gemessen und zu einer Antwort aufgefordert. Früher waren die Meldungen einer Zeitung sakrosankt, dann gab es die Leserbriefe, und heute die direkte Konfrontation zwischen dem Kommunikator, sprich Schreiber, und dem Rezipienten, sprich dem Leser.


Internet for ever?
Nein, die gedruckte Zeitung wird weiter bestehen. Die Menschen wollen etwas „in der Hand haben“ und ganz in Ruhe darin blättern – bei einem Kaffee. Aber die Zukunft gehört sicher dem Internet, das wissen auch die Medien von heute. Du findest inzwischen jede Zeitung online, und die Homepages werden immer professioneller gemacht.


Liest das die Jugend?
Nicht automatisch. Die Jugend sucht nach bestimmten Inhalten, und die findet sie im Internet. Früher musste man im Duden oder Brockhaus nachschauen, wenn man etwas Spezifisches wissen wollte. Aber wer hatte schon die richtigen Nachschlagewerke zu Hause? Damals galten auch die Antworten bei diversen Radioquiz-Sendungen etwas, heute brauchst du nur einen schnellen Partner am Laptop.


Siehst Du eigene Internet-Zeitungen?
Aber ja! Die Zeit ist reif für eine neue Tageszeitung, und zwar nur im Net. Da gibt es hundertfache Möglichkeiten: ein „Time“-Magazin für den deutschsprachigen Raum, ein Blatt für „Gier und Glimmer“ bis hin zur „Lustigen Katzen- und Hundezeitung“. Das alles wird ein Bombenerfolg.


Und warum machst du das nicht selbst?
Ich bin noch nicht ganz soweit. Derzeit arbeite ich – im Einklang mit meinem Job bei der „Kleine Zeitung“ an ………….


Jemand sagte, in seiner Jugend habe er noch echte Freunde gehabt, nicht Facebook?
Ja, da besteht zweifellos die Gefahr einer Vereinsamung in einer virtuellen Welt. Du hast heute zwar mehr, aber wohl viel weniger wirkliche „Freunde“. Dazu kommt eine gewisse Verklemmtheit – bist du in der Öffentlichkeit, wirst du viel weniger Menschen direkt ansprechen als es deine Eltern ohne Facebook getan haben (siehe Interview Otto Retzer).
Allerdings bietet das Internet allen Menschen, gleich welcher Gesinnung und innerlicher Einstellung, die Chance zu kommunizieren.


Bist Du noch ein „echter Journalist“?
Danke für diese Frage. Ja! Ein Journalist sollte Neugierde, Mitteilungskraft und Sinn für Gerechtigkeit in sich vereinen. ‚Ich glaube weder an den lieben Gott noch an den Bundeskanzler“ sollte die Devise lauten – aber unter der Prämisse, nachzufragen. Leider werden heute 90 Prozent der Nachrichten in die Welt gesetzt, ohne die andere, die  attackierte Seite, befragt zu haben. Das ist schändlich. Mir fehlt die ‚Ethik im Journalismus“. Und das hat mit den so genannten „neuen Medien“ nichts zu tun, es ist leider in fast allem Printmedien der Fall.


Könnte hier das Internet positiv entgegenwirken?
Ja, unbedingt. Hier gibt es Kontrolle und Gegenkontrolle, und zwar blitzschnell. Alles ist offener. Wenn Du heute in einer Zeitung attackierst oder sogar beleidigt wirst, hast du keine Chance auf Rehabilitierung. Im Internet geht das ganz schnell.


Liebst Du das „Netz“?
Ja, ich bin ein Junkie! Ich bin süchtig und war in den vergangenen fünf Jahren höchstens zwei Mal offline. Ich nütze und liebe das Netz in all seinen Aspekten: mit Freuden zusammen zu sein, soziale Kontakte zu knüpfen und diese dann auch zu pflegen, Menschen problem- und friktionsfrei zu helfen und vor allem: alles sagen zu können!


Und allgemein, was ist das Net für die Menschen?
Durch das Internet haben alle die gleichen Chancen – die Welt ist eine große Spielwiese.



Gespräch vom 15.09.2010

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Arno Wiedergut Fotografiert von: Klaus Ingomar Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Markus Malle

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Im Gespräch mit Markus Malle

„Man muss nicht groß sein,
um Großes leisten zu können!“


Mit viel Eigenironie und Ehrlichkeit berichtet Mag. Markus Malle über den Menschen, der hinter dem Posten des Direktors des Wirtschaftsbundes steckt.
 


Mag. Markus Malle absolvierte die Handelsakademie in Klagenfurt und begann dann ein BWL Studium. Nach diversen beruflichen Tätigkeiten gründete er 2002 sein eigenes Unternehmen MPS consult. Seit 2007 ist er Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einem guten Frühstück, einer Tageszeitung und dem Lächeln einer schönen Frau.

Am besten entspannen kann ich mich beim Sport

Das schönste an meinem Beruf ist die Möglichkeit selbst gestalten zu können. Das bedeutet mit dem Chef Ziele zu definieren, aber frei zu sein, in der Umsetzung.

Am besten erhole ich mich mit einem Buch und einem Cocktail.

Lebensmotto: Erfolgreich ist, wer umsetzt.


Wie sind Sie in die Interessenvertretung gekommen?
Malle: Wenn ich an meine Anfänge zurückdenke, so war ich immer schon motiviert etwas für andere zu tun. In der Schule war ich der erste Schulsprecher, der durch eine Direktwahl gewählt wurde. Später wurde ich Landesschulsprecher und stellvertretender Bundesschulsprecher. Somit war ich von klein weg – naja, klein bin ich ja immer noch – also von meiner Jugend an, in der Interessenvertretung tätig.


Wie sahen Ihre beruflichen Anfänge aus?
Malle: Nach meiner Hak-Matura begann ich das BWL-Studium in Klagenfurt. Auch im Studium lag mein Interesse in der Studienvertretung. Diese Linie verfolgte ich weiter, bis ich zum Fakultätsvorsitzenden der BWL und Informatik wurde. Als ich Vater wurde, wurde mir auch klar, dass ich nun die Verantwortung für eine kleine Familie trug und somit gewann auch das Geld verdienen an Priorität. Ich wurde dann ein Jahr lang Organisationsleiter eines Universitätsprojektes. Es galt einen Kongress zu organisieren, bei dem Softwareprogramme, die im akademischen Umfeld in ganz Europa produziert wurden zur Begutachtung standen. Danach war ich sechs Jahre lang Angestellter bei der Styria Medien AG, wo ich Carinthia-online mit aufbauen durfte. Diese Zeit im Medienbusiness erfuhr ich als sehr lehrreich und spannend. 2002 wechselte ich dann in die Unternehmensberatung. Zusammen mit zwei Kollegen gründete ich das Unternehmen MPS consult, mit den Schwerpunkten, Technologie und Marketing.


Wie sind Sie vom selbstständigen Unternehmensberater zum Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten geworden?

Malle: Interessensvertretung blieb auch während meiner Selbstständigkeit ein Thema. Ich engagierte mich in der Jungen Wirtschaft und wurde zum Landesvorsitzenden gewählt. Mit meinem dortigen Einsatz fiel ich Franz Pacher auf, der mir die Direktorenstelle beim Wirtschaftsbund anbot. Die Entscheidung mein Unternehmen zu verlassen, fiel mir nicht leicht, da es gerade begann richtig ins Laufen zu kommen. Seit 2007 bin ich nun Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Welche Erfolge konnten Sie in Ihrer Position bereits erzielen?
Malle: Bei den letzten Wirtschaftskammerwahlen konnte mein Team einen Zuwachs von über 8 % verzeichnen. Es war eine spannende Situation für mich, da wir eine andere Form des Wahlkampfes wählten. Wir entschlossen uns auf Plakatwerbung gänzlich zu verzichten und mehr den persönlichen Kontakt zu suchen. Dieser Wahlkampf war für alle deshalb so interessant, weil sich jeder fragte, „was macht der Malle“. Ich bin sehr zufrieden, dass das Konzept und die Arbeit meines Teams so erfolgreich waren.


Wie schwierig war es mit 23 Jahren bereits Vater zu werden?
Malle: Das war ein Einschnitt in meinem Leben, den ich auf keinen Fall missen möchte. Da ich studierte und mir deshalb meine Zeit gut einteilen konnte, blieb ich das erste halbe Jahr bei meinem Sohn zu Hause. Dieser Tatsache verdanke ich es, dass sich dadurch natürlich ein ganz intensives Verhältnis entwickelte. Ein zusätzlicher positiver Effekt war, dass ich durch mein Kind den vielleicht nötigen Ansporn bekam, das Studium schneller zu einem Abschluss zu bringen.


Wie wichtig ist es für Sie eine fundierte Ausbildung genossen zu haben, um beruflich erfolgreich zu sein?
Malle: Das wichtigste ist es meiner Meinung nach, intrinsisch motiviert zu sein. Das bedeutet, sich darüber klar zu werden, was man will und sich dahingehend seine Ziele zu stecken. Studieren ist nicht alles. Viele Leute machen einen tollen Job, auch ohne studiert zu haben. Wir befinden uns in einer Zeit, in der eine gute Ausbildung in vielen Bereichen vorausgesetzt wird, da auch die Anforderungen größer werden. Der Vorteil einer theoretischen Ausbildung liegt darin, dass man Fehler gesagt bekommt, die man in der Praxis sonst erst machen muss. Bildung und Weiterbildung erweitern auch den Horizont, man verharrt somit nicht auf seinem Wissensstand. Ein weiterer Punkt der zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt, ist die Möglichkeit Fehler zu machen.


Wie wurde das Thema Bildung in ihrem Elternhaus gehandhabt?
Malle: Ich stamme aus einer Lehrerfamilie und somit war Bildung immer ein Thema. Als sehr positiv empfand ich den Umgang meiner Eltern mit dem Thema Lernen. Ich wurde nicht zum Lernen, sondern vielmehr zum Wissenserwerb motiviert. Während meiner Schulzeit war ich auch im Theater tätig. Diese Erfahrung war für mich vor allem deshalb so wertvoll, weil ich dadurch lernte wie man sich vor vielen Leuten artikuliert. Selbst heute fällt es mir immer noch leichter, vor einem großen audience zur sprechen, als vor sagen wir mal drei Personen.


War dann Schauspielerei nie eine Berufsoption?
Malle: Ich war immer schon wirtschaftlich interessiert. Das Theater bleibt Teil meines Lebens, denn ich bin heute noch als Obmann der neuen Bühne Villach tätig. Ich hebe mir meine Schauspielambitionen für die Pension auf.


Was ist der Wirtschaftsbund?
Malle: Der Wirtschaftsbund ist die größte Vereinigung für selbstständig denkende Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht auch für andere Berufsgruppen einsetzt. Die Unterstützung von Unternehmern ist deshalb von solcher Wichtigkeit, weil sie diejenigen sind, die das alleinige Risiko und die Verantwortung für ihre Angestellten tragen. Besonders am Herzen liegen uns die Klein- und Mittelbetriebe. Für sie ist es sehr aufwendig neue Mitarbeiter zu suchen, deshalb versuchen sie, Angestellte auch in Krisenzeiten möglichst lange zu binden. Deshalb möchte der Wirtschaftsbund genau diese Leute stärker unterstützen.


Was macht eine erfolgreiche Selbstständigkeit aus?
Malle: Für mich persönlich ist eine konkrete Zielsetzung essentiell. Um sich in der jeweiligen Branche zu etablieren, muss man viel Kraft, Zeit und Energie aufwenden. Dazu zählt auch, dass man Privatzeit opfert. Es ist ein Umdenken in der Arbeitsmentalität gefragt, denn ein Selbstständiger arbeitet wenn es notwendig ist. Dies impliziert auch viel Toleranz Seitens des Partners. Ein Punkt, der meiner Meinung nach nicht unterschätzt werden darf, ist der natürliche Instinkt für den Erfolg einer Geschäftsidee. Damit meine ich, dass eine gute Idee auch dann versagen kann, wenn sie zu früh oder umgekehrt zu spät auf den Markt kommt. Timing ist somit ein wichtiger Faktor.


Welche wirtschaftlichen Kriterien sind dabei zu beachten?
Malle: Das bisher erwähnte, zähle ich zur Kategorie Bauchgefühl. Natürlich gibt es auch wirtschaftliche Kriterien, die eine erfolgreiche Selbstständigkeit ausmachen. Wichtig ist eine fundierte Planung des Unternehmens. Ein weiterer Punkt ist eine genaue Zielgruppenanalyse. Warum viele Unternehmen scheitern, ist meiner Meinung nach das Missachten eines roulierenden Businessplans. Das bedeutet, der Plan gehört ständig innoviert. Was man bei seiner Planung auf keinen Fall vergessen darf, ist Geld zur Seite zu legen.


Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Malle: Ich selbst sehe mich als sehr fordernden, aber auch unterstützenden Chef. Ein Charakteristikum für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team ist Offenheit. Ich kann aber durchaus auch autoritär agieren, vor allem bin ich pitzelig bei gewissen Dingen. So sind für mich Pünktlichkeit und Höflichkeit wichtige Faktoren im Umgang miteinander. Dennoch bin ich mir auch meiner Vorbildfunktion als Vorgesetzter bewusst. Ich kann nicht etwas von meinen Mitarbeitern verlangen, dass ich nicht selbst beherzige. Ich fordere viel von meinen Leuten, aber auch nur deshalb, weil ich selbst gewillt bin, viel zu leisten.


Sie sind auch Lektor an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Wie sieht dort Ihr Tätigkeitsbereich aus?
Malle: Die Arbeit an der Universität macht mir sehr viel Spaß. Ich bin ein Mensch der gerne etwas weiter gibt. Ich veranstalte ein Marketingeinführungsseminar, das die Studierenden mit den Grundlagen der BWL vertraut machen soll. Ich persönlich finde es wichtig einen Praxisbezug herzustellen, um die theoretischen Begrifflichkeiten in ihrem praktischen Nutzen zu zeigen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass erst die Praxis, Zusammenhänge im theoretischen Wissen verständlich macht. Für mich ist die Zeit an der Uni vergleichbar mit Freizeit, wobei ich mir natürlich über die Ernsthaftigkeit meines dortigen Tuns bewusst bin. Das Vortragen ist eine Quelle aus der ich Kraft schöpfen kann und neue Ideen und Anregungen bekomme. Vor allem die Arbeit mit jungen Menschen ist etwas, dass ich sehr schätze. Ich sehe meine Tätigkeit als Dienst an der Gesellschaft, durch die ich ihr etwas zurückgeben kann.


Was war die größte berufliche Herausforderung, der Sie sich stellten?
Malle: Das war auf jeden Fall die Zeit in der ich mein eigenes Unternehmen hatte. Die Verantwortung dafür zu tragen, genug zu verdienen um die Firma über Wasser halten zu können, war Herausforderung pur. Projektbezogen Geld zu verdienen ist sowieso eine Gratwanderung. Man hat entweder drei Aufträge auf einmal oder gar keinen. Schön ist es, wenn man im Nachhinein betrachtet, eine positive Bilanz ziehen kann und sich die harte, intensive Arbeit gelohnt hat.


Welchen Beruf würden Sie gerne mal für einen Tag ausprobieren?
Malle: Das ist eine schwierige Frage. Ich könnte mir vorstellen Papst zu sein und die erste Amtshandlung wäre es, den Zölibat abzuschaffen.


Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Malle: Eine Erholung vom Alltag finde ich beim Sport. Zu meinen Lieblingsaktivitäten zählen vor allem Joggen, Bergtouren und Schneeschuhtouren. Ich würde mich auch in diesem Bereich als Gratwanderer bezeichnen, denn genauso wie das Auspowern, genieße ich das Faulenzen. So finde ich es ebenso entspannend, auf meiner Couch zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und im Idealfall prasselt dabei der Regen auf das Fensterbrett.


Wie stehen Sie zum Begriff Heimat?

Malle: Für mich ist es wichtig eine Heimatverbundenheit zu spüren. Ich denke, dass jedem die Definition selbst obliegt. Der eine sieht die Heimat dort wo die Familie ist und für den anderen ist Heimat wie eine Wurzel im Boden. Mir ist es ein Anliegen zur eigenen Heimat zu stehen. Ich finde es nicht gut, dass viele Politiker sich auf ihre Heimatverbundenheit rühmen, diese jedoch nur dazu nutzen, sich selbst darzustellen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch etwas für die anderen Menschen zu tun. Ich bin stolz darauf ein Klagenfurter zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass ich meinen Blickwinkel nur auf Klagenfurt richte, sondern es impliziert auch mitzudenken, was für Kärnten sinnvoll wäre.


Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Malle: Ich möchte auf jeden Fall einen Beitrag für meine Heimat leisten, der unser Land wieder in einem positiveren Licht erscheinen lässt. Im Großen und Ganzen glaube ich aber, dass es das schönste und wichtigste im Leben ist, glücklich zu sein. Dabei bin ich davon überzeugt, dass glücklich sein ein Gefühl ist, das von dem eigenen Selbst abhängt.


Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Malle: Es gibt einige schöne Erinnerungen, aber die, die mir spontan einfällt, war im Alter von sieben Jahren, als ich die erste selbst gemachte Hortzeitung in den Händen hielt. Hierbei hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, ich habe etwas selbst geschaffen.

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: KK Klaus Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
INTERVIEW: Emanuel Dovjak

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INTERVIEW: Emanuel Dovjak


Emanuel Dovjak (Landesdirektor)
DONAU Versicherung

Landesdirektion für Kärnten und Osttirol
St. Veiterring 13 - 9020 Klagenfurt

 



Welches Geschäft betrieben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.?

Ich bin Landesdirektor der Donau Versicherung in KÄRNTEN.

Welche Techniken setzen Sie ein, um sich zu entspannen, wenn Sie unter Druck stehen?
Ich setze auf autogenes Training und meine Familie

Was war der größte Verlust, den Sie in Ihrem Leben erlitten haben?
Den Tod meiner Mutter als ich 26 Jahre alt war.

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade?
Ich spiele mit meiner 6 jährigen Tochter.

Mit welchem Spielzeug haben Sie in Ihrer Kindheit am liebsten gespielt?
Ich und mein Bruder hatten einen gebrauchten Matador bekommen, genial!

Ist das Sternzeichen hilfreich für Sie, um das Verhalten der Menschen zu verstehen?
Überraschender weise sind gewisse charaktermerkmale tatsächlich in den jeweiligen sternzeichen erkennbar.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben?

Wenn man nicht tun kann wie man will soll man tun wie man kann.

Was werden Sie wohl als Rentner machen?

Mich bemühen mit der staatlichen Pension auszukommen und garteln sowie kochen.

Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?
Ich denke großen Erfolg kann man nur im Team haben, bei uns ist jeder aufgerufen Ideen mitzuteilen!

Ist Markenware wichtig für Sie, wenn Sie einkaufen gehen?
Statussymbole unbedingt haben zu müssen, sind meines Erachtens eine altersfrage und damit ein Thema der persönlichen reife

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Ja wenn die Leistung (zumindest) erwartungsgemäß war.

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird?
Soweit man den Informationen trauen kann, auf alle Fälle. Siehe EHEC und regionale Lieferanten!

Welche Erinnerung ist Ihre früheste, die Ihnen bis heute im Gedächtnis geblieben ist?

Das meine 2j Freunde weder meinen Vornamen noch meinen Nachnamen aussprechen konnten

Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind:

LERNEN-LEISTEN-LEBEN

Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen?
Auf alle Fälle, ich sehe niemals grausame Themen im Fernsehen an, negative Gedanken machen negativ.

 


Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Robert Graf Fotografiert von: Klaus Kropf Montag, 25. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
INTERVIEW: Mario Donner

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INTERVIEW: Mario Donner


Inerview mit Mag. Mario Donner, Marketing & Salesmanager,
Falkensteiner Hotels Katschberg, Falkensteiner Club Funimation Katschberg****, Falkensteiner Hotel Cristallo****
 

Welches Geschäft betreiben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.? Marketing & Salesmanager der Falkensteiner Hotels Katschberg sowie Key Account Manager“ für die anderen Falkensteiner Hotels

Welche Hobbys haben Sie?  Segeln, Bewegung in der Natur vorzugsweis am Kreuzbergl in Klagenfurt oder natürlich am Katschberg, Zeit mit meiner Familie und Freunden aktiv verbringen

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade? Ich studiere die Auslastungszahlen und den Pick Up der letzten Woche

Gibt es einen Aberglauben, der Sie dazu bringt, Ihr Verhalten zu ändern? Nein, wir haben selbst die Verantwortung für unser Leben

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben? Liebe!  Liebe ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Was werden Sie wohl als Rentner machen? Im Sommer den Wörthersee oder unseren Garten genießen, in den Nebensaisonen viel Reisen und hoffentlich mit meinen Enkelkindern wertvolle Zeit verbringen

Gibt es eine URL, wo wir Ihre Arbeit sehen können? www.katschberg.falkensteiner.com

Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?  Im Kopf frei sein – natürlich auch durch viele Gespräche. Mit offenen Ohren sowie Augen durch die Welt schreiten

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?  Natürlich, wenn die Leistung stimmt

Finden Sie, dass die Katastrophenmeldungen zum Thema Klimawandel völlig überzogen sind?  Aber Hallo – die Frage ist wohl aus dem letzen oder gar vorletzten Jahrhundert

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird? Selbstverständlich – bei den Give Aways für die Falkensteiner Gäste achten wir auf diese Kriterien. Unsere Lieferanten verpflichten sich dazu – so haben wir u.a. zur Zeit Original Schweizer Messer aber auch Scarftücher aus Deutschland

Wie weit vertrauen Sie Statistiken?  Immer - wenn ich sie gemacht habe…

Glauben Sie, dass viele Krankheiten durch einen kranken Kopf verursacht werden? Ja – unser Geist herrscht über Materie

Ist Liebe eine kreative Herausforderung? Ich habe am 1. Juni meine Frau Sabine in der Marienkappel am Katschberg geheiratet. Unsere beiden Töchter Greta und Rosa sind die sichtbaren Zeichen unserer Liebe  - und die beiden sind äußerst kreativ…
Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen? Es ist für mich Selbstverständnis

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude? Der gemeinsame Erfolg mit dem Team und viel zufriedene Gäste

Was bedeutet Ihnen Geld? In unserer Wirtschaftsform unumgänglich – ich tausche aber auch gerne ; -))

Womit würden Sie niemals handeln? Mit Menschen, Gefühlen und natürlich der Liebe

Welche Zukunftspläne haben Sie?  Beruflich - eine gute Marke stetig und ehrlich stärken, Privat – weiterhin auf den Felsen der Familie bauen

Wo sehen Sie ihre persönlichen Stärken?  Im Suchen und Finden von neuen Märkten durch Kreativität und meine Umsetzungsstärke breiter Kommunikationstools

Gibt es etwas, das sie in ihrem Leben noch gerne erreichen oder tun würden? Täglich lernen ich und somit entwickeln sich auch immer neue Ziele.

Welche berufliche Erfahrung hat sie am meisten beeinflusst und wie?  Meine drei Jahre mit Gunnar Prokop und meine fünf Jahre mit Frau Gugi Spielbüchler


KURZER ZUR PERSON
Werdegang:

•    1997 Abschluss Studium an der Universität Wien: Marketing Management und Sportwissenschaften
•    1995-97 Betriebsleiter Pharos Fitness Wien
•    1197-2000  Vereinssekretär bei Gunnar Prokop Handballklub Hypo NÖ
•    2000-2001 Senior Consultant Gruber & Partner
•    2002 Der Drang nach Süden in die Heimat meiner Frau Sabine Donner Havelka - Selbständig mit „CSdonner“ Communication Services Donner
•    Seit 14. Nov. 2005 bei Falkensteiner Hotels Katschberg – Marketing- und Salesmanager
•    Handball Bundesliga Spieler bei Union St. Pölten (Juniorenstaatsmeister) ca. 1990 , danach Nachwuchstrainer Österreichischer Meister männl. Jugend D 1991 - Österreichischer Vizemeister männl. Jugend C 1993 und mehrere Landesmeister Titel,
Seit 2002 Hobbysegler und Vorstandsmitglied beim KYC Klagenfurt, Skifahren und Wandern am Katschberg natürlich ;- ))


Mag. Mario Donner
Marketing & Salesmanager

Falkensteiner Hotels Katschberg
Falkensteiner Club Funimation Katschberg****
Falkensteiner Hotel Cristallo****
A-9863  Katschberghöhe
Tel. +43/(0)4734/631 961
Fax +43/(0)4734/631 917

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Im Gespräch mit Ilia Krammer

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Im Gespräch mit Ilia Krammer

„Nur in einem Umfeld, das mir die Möglichkeit bietet meine Persönlichkeit zu entfalten, kann ich auch wirklich sein, wie ich bin. Das ist dann auch das, was ich dem Kunden anbiete kann, nämlich 100 Prozent Authentizität“...
 


Diese Wichtigkeit des sich Wohlfühlens spürt man schon, wenn man das Büro von Ilia Willenig-Krammer betritt. Wie genau nun seine Unternehmensphilosophie aussieht und was diese so einzigartig in der Werbelandschaft macht, soll das folgende Interview zeigen.


Die Agentur circle & friends wurde offiziell 2001 gegründet.
Heute führt sie Ilia Willenig-Krammer zusammen mit seiner Frau Diana.

 
Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich spät
 
Am besten entspannen kann ich mich nicht im Urlaub, sondern mit meinen Kindern.
 
Das schönste an meinem Beruf ist die Herausforderung.
 
Lebensmotto: Keine Angst vor dem Tod zu haben und irgendwann glücklich zu sterben.

 
Welche Philosophie verfolgt Ihr Unternehmen?
Willenig-Krammer: Mein Unternehmen beruht auf dem Netzwerkgedanken. Ich möchte damit bewusst einen Gegenpol zum industriellen Typus bilden. Das impliziert für mich auch, weg von der Oberflächlichkeit hin zu Kultur, Poesie und Tiefgang zu kommen. Nach diesem Vorbild habe ich mir auch das Firmengebäude ausgesucht. Ein Leitmotiv unseres Unternehmen ist “Every brilliant work depends on a genius of a beautiful mind” was so viel bedeutet wie großartige Arbeit hängt von der Genialität eins schönen Geistes ab.
 
Was bieten Sie Ihren Kunden?
Emotionalität ist für meine Art der Arbeit essentiell, denn ich kann mich nur auf etwas einlassen, was ich auch fühle. Was wir unseren Kunden vor allem bieten, ist viel Erfahrung. Dabei steht für mich die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Nur wenn ich das Leben mit all seinen Exzessen und Normalitäten erfahren habe, verfüge ich über das notwendige Potenzial, neue und vielleicht unorthodoxe Wege zu gehen.

 
Ihr Büro verfügt über ein ganz besonderes Flair.
Willenig-Krammer: Da ich in meinem Büro nicht nur arbeite, sondern auch lebe, hat das Wohlfühlen für mich einen besonderen Stellenwert. Mein Unternehmen basiert auf dem Konzept einer Familie, indem die Mitarbeiter als Familienmitglieder gesehen werden. Auch die Einrichtung meines Büros soll diesen Aspekt der Gemütlichkeit und des Prinzips „mi casa es su casa“ (Mein Haus ist ihr Haus, span.) für meine Kunden erfüllen.
 
Welches Arbeitskonzept verfolgen Sie?
Willenig-Krammer: Ich bin ein Befürworter der vernetzten Kommunikation. Dieses Konzept ist auch unter dem Namen cross media bekannt. Wenn wir einen Auftrag bekommen, geht es uns darum, das zu verkaufende Produkt als Geschichte zu inszenieren. Unserem Unternehmen ist es wichtig, bei der Wahl der Werbemittel neue Wege zu gehen. Nur Inserate schalten macht keinen Sinn, außer das jeweilige Produkt passt zu dieser Form der Vermarktung.

 
Warum ist es so wichtig eine Geschichte für das Produkt zu entwickeln?
Willenig-Krammer: Eine Geschichte ruft Emotionen hervor. Es sind nicht nur positive Gefühle erwünscht, auch negative wie Traurigkeit können etwas auslösen. Um ein Produkt oder eine Dienstleistung erfolgreich vermarkten zu können braucht man reale Werte. Danach orientieren sich die Konsumenten. Meine Grundhaltung ist, dass ich nur mit einer Arbeit zufrieden sein kann, hinter der ich 100-prozentig stehe. Deshalb investiere ich auch sehr viel private Zeit in meine Aufträge, da geregelte Arbeitszeiten für meine Arbeitsmentalität hinderlich wären.
 
Sie bezeichnen sich als „enfant terrible“. Wie stehen Sie zur Medienlandschaft in Kärnten?
Willenig-Krammer: Ich persönlich bin kein mediengeiler Mensch. Ein gutes Bild von mir in der Presse zu sehen ist schön, ich steuere es aber nicht bewusst. Ich halte nichts davon, Dinge schön zu reden die ich selbst anders empfinde. Mit dieser Einstellung kann es natürlich sein, dass ich hier und da anecke. Mich stört an der medialen Berichterstattung, dass sie ihrer Sorgfaltspflicht nur bedingt nachkommt.


Ist Ihnen ein Auftrag in besonderer Erinnerung geblieben?
Willenig-Krammer: Natürlich gibt es viele Kunden, die mir in besonderer Erinnerung geblieben sind. Der Auftrag in einem Stift - die Begegnung mit den Priestern - und die besondere Atmosphäre lieferten mir wunderschöne Anregungen. Obwohl dieser Auftrag finanziell nicht so lukrativ war, zählte es viel mehr, mit diesen Menschen in Berührung gekommen zu sein. Auch die Arbeit mit Künstlern macht mir viel Spaß – man kann in eine völlig neue Welt eintauchen.

Der Begriff friends wird im Namen Ihres Unternehmens circle & friends verwendet. Was verstehen Sie dabei unter dem Begriff Freund?
Willenig-Krammer: Dahinter steckt der Netzwerkgedanke, der auch heute noch gelebt wird. Mir ist diese Form der Unternehmensführung sehr wichtig, weil ich in ihr den Vorteil der kontinuierlichen Exklusivität sehe. Wenn ich einen fixen Grafiker beschäftige, so trägt jeder Auftrag seine Handschrift. Es wäre dies dasselbe, wenn ein Regisseur immer wieder die gleichen Schauspieler engagiert.


Wie funktioniert dieser Netzwerkgedanke?
Willenig-Krammer: Unser Unternehmen hat in Kärnten das größte Netzwerk an Kommunikation in der Branche. Zu unserem Team gehören Betriebswirte, Architekten, Investoren und Kreative genauso wie Bühnenbildner, Dekorausstatter; Landschaftsgestalter usw. Somit bieten wir einen Full Service. Eine ständige Herausforderung ist es, Freunde und Beruf zusammenzubringen. Trotz vieler Schwierigkeiten halte ich an diesem Konzept fest. Ein persönliches Anliegen ist die Suche nach neuen Talenten. Wenn ich ein Potenzial erkenne, bin ich auch gerne bereit es zu fördern.

Sie haben den Twister den Carinthian Advertising Award in der Kategorie beste Kampagne für das Almdorf Seinerzeit erhalten? Welche Philosophie wollten Sie in der Kampagne zum Ausdruck bringen?
Willenig-Krammer: In unserer Zeit hat die Geschwindigkeit das Zepter übernommen. Meiner Meinung nach ist Geschwindigkeit zwar im Expertentum gefordert, in anderen Bereichen aber negativ zu bewerten. Der Mensch kommt mit seinen mentalen Bedürfnissen dem Automatismus der Innovation nicht mehr nach. Er verhungert emotional. Einen Gegenpol zu dieser Entwicklung wollten wir mit dem Konzept für das Almdorf Seinerzeit schaffen. Wir haben versucht Kultur umzusetzen. Es ging uns darum, weg vom globalisierten Dorf zu kommen, in dem alles gleich aussieht. Die Individualität und der damit verbundene persönliche Charme sollten zum Ausdruck kommen.

Wo sehen Sie die Herausforderungen im Tourismus?
Willenig-Krammer: Es gilt, alle Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen, auch zu nutzen. Ich wehre mich gegen die industrielle Entwicklung im Tourismus. Das Potenzial in dieser Branche liegt darin, Kultur und damit Exklusivität zum Ausdruck zu bringen. Man sollte als Gast die Möglichkeit bekommen, ungezwungen zu sein und trotzdem Luxus genießen zu können. Wir sollten weg von dem Gedanken, dass etwas minderwertig ist, nur weil es nicht international ist. Die Herausforderung der Tourismusbranche liegt darin, Kultur, Land und Leute auf einen Nenner zu bringen.


Sie arbeiten in einem Beruf, der von Ihrer Kreativität lebt. Was bedeutet für Sie Kreativität?
Willenig-Krammer: Kreativität kann nicht erlernt werden, für mich ist sie eine Lebenseinstellung. Kreatives Arbeiten bedeutet, sich nicht mit Durchschnittlichem zufrieden zu geben. Im kreativen Schöpfen darf man sich nicht vor Gefühlen fürchten. Auch eine traurige Geschichte kann ein Produkt oder eine Dienstleistung inszenieren. Die Angst vor Neuem ist für den Kreativprozess tödlich. Offenheit ist das zu befolgende Prinzip. Für mich persönlich hat Kreativität nichts mit Bauchgefühl zu tun. Ein kreativer Einfall bedarf immer einer Reflektion, in der abgewogen wird, ob eine Idee umsetzbar ist oder nicht. Im kreativen Prozess ist es auch wichtig, sich auf die Dinge einzulassen. Das bedeutet, der Geist muss frei sein von persönlichen Barrieren. Die Angst vor Fehlern ist im kreativen Prozess genauso hinderlich, denn sie führt dazu, dass man sich blockiert und seinen Gedanken nicht mehr die Freiheit lässt, für Neues offen zu sein.

Wo liegen die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Kreativität?
Willenig-Krammer: Bei beruflichen Tätigkeiten, in denen Kreativität zur Arbeitsleistung notwendig ist, ist man vielen Belastungen ausgesetzt. Die Beratungsgespräche mit den Kunden in unserem Unternehmen sind sehr intensiv und mir persönlich sehr wichtig. Der Auftrag ist so lange mental präsent, bis ich zu einer Lösung gekommen bin. Somit ist ein Abschalten von der Arbeit während dieser Prozessphase beinahe unmöglich. Kreativität lässt sich nur bedingt abrufen. Vielmehr ist sie ein spontanes Moment, das einem plötzlich widerfahren kann.

Die Werbebranche kämpft mit dem Vorurteil, die Menschen zu belügen. Welchen Stellenwert haben für Sie die Begriffe Wahrheit und Authentizität?
Willenig-Krammer: Einen sehr hohen. Ich habe mich schon von Kunden getrennt, die mit mir in dieser Hinsicht nicht übereingestimmt haben. In meiner Geschäftsbeziehung zu den Kunden ist mir Empathie wichtig. Nur wenn ein gegenseitiges Gefühl von Vertrauen gegeben ist, kann ich mit dem Kunden arbeiten. Sich zu verstellen bedeutet für mich lügen. Deshalb verkörpert mein Unternehmen auch meine persönliche Einstellung, denn nur dann kann ich mich authentisch präsentieren. Nur in einem Umfeld, das mir die Möglichkeit bietet meine Persönlichkeit zu entfalten, kann ich auch wirklich sein, wie ich bin. Das ist dann auch das, was ich dem Kunden anbieten kann, nämlich 100 Prozent Authentizität.

Das Gespräch wurde am 23.11.2012 zum ersten Mal online gestellt.

 

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: Klaus Kropf Sonntag, 24. November 2013 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 

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